Voigtländer |
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Korpus Typ 138 |
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Ende 1959 begann bei Voigtländer die Epoche des »Baukastensystems« auf der Basis des Kamerakorpus Typ 138. Die Bezeichnung verweist auf die VITO C mit der Modellbezeichnung 138/.. Mit einer Gesamtbreite von 130 Millimetern ist das Gehäuse deutlich breiter als die VITO B und ihre Derivate. Das schafft mehr Platz unter der Kappe, um Zusatzeinrichtungen unterzubringen. Die Ausstattung reicht von der schlichten VITORET bis zur automatischen Messsucherkamera DYNAMATIC II. Da der Korpus so universell konzipiert war, konnten große Stückzahlen produziert werden. |
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Eigenwillig erscheint die Platzierung des Auslösers. Er ist bei der neuen Kamerageneration an der Vorderseite des Gehäuses neben dem Tubus zu finden. So kann die Kappe der Kamera noch glatter und geschlossener gestaltet werden. Die Konstruktion wird später auch für die dritte Serie der VITOMATIC übernommen. Die gefällige Form nimmt viele Stilelemente der VITO-B-Reihe auf. Die Ähnlichkeit mit der VITO B hoch ist auffallend. Nur der Rückwandverschluss stört die klaren Linien. Der Doppelriegel ist seitlich auf den Korpus aufgenietet. Bei späteren Ausführungen sind die Nieten wenigstens durch einen aufgeklebten Lederstreifen verdeckt. |
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Der Korpus ist einfach und robust konstruiert. Die aufwändige Bodenklappe der B-Reihe entfällt. Stattdessen wird ein herausziehbarer Rückspulknopf verwendet, wie er bei der VITO IIa bereits zu finden war. Der Bildstand wird durch eine Perforationswalze rechts vom Bildfenster gewährleistet. Diese ist direkt mit dem Transportmechnismus gekoppelt, während die Aufwickelspule über eine Rutschkupplung angetrieben wird. Das Bildzählwerk befindet sich in der Bodenplatte – ähnlich bei der VITOMATIC. Es zählt abwärts und muss von Hand auf den Ausgangswert eingestellt werden. Der Film wird in exakt gefrästen Führungen transportiert. |
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Die VITORET hat die einfachste Ausstattung einer 138er-Kamera. Ein Blick unter die Kappe zeigt den nahezu unverstellten Blick auf den Druckguss-Korpus. Deutlich sind drei nicht benutze Sackgewinde zu erkennen. Die Schraube vorne links hält ein schwarz lackiertes Blech, welches das vordere Lager für den Sucher bildet. An der Hinterkante des Gehäuses schließt es die Lücke, die durch den fehlenden Rückspulhebel entsteht (vgl. unten). Rechts in der runden Aussparung des Transporthebels befindet sich eine weitere Schraube. Mit ihr ist ein kleiner (auf dem Foto leider etwas verdrehter) Winkel befestigt, an dem die Kappe festgeschraubt wird. Insgesamt ergeben sich so fünf Befestigungspunkte. Auf diesen kann eine Montageplatte befestigt werden, die bei aufwändiger ausgestatteten Modellen Sucher, Entfernungsmesser und Belichtungsmesser oder -automatik aufnehmen kann. |
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Die VITO C zeigt die kompliziertere Mechanik für den herausspringenden Rückspulknopf (unten). Darüber erkennt man rechts von der Mitte einen Pleuel, der den Verschluss spannt. Bei der VITORET (oben) entfallen auch diese Bauteile. Der Verschluss erhält seine Energie allein durch die Betätigung des Auslösers. |
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(c) Dietrich Drescher 2004, 2005 |
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