Voigtländer |
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VITESSA T |
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Die VITESSA T ist eine Messsucherkamera mit auswechselbaren Objektiven. |
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1956 brachte Voigtländer die VITESSA T (T für Tubus) auf den Markt, eine Messsucherkamera mit Wechelobjektiven. Die Konstruktion ist von der VITESSA-Klappkamera abgeleitet. Kamera und Objektive sind mit dem PROMINENT-System nicht kompatibel – Voigtländer leistete sich den Luxus, zwei Systeme parallel anzubieten. TechnikDas Gehäuse der VITESSA T ist aus der Klapp-VITESSA entwickelt und diesem sehr ähnlich. Anstelle der Doppeltüren befindet sich hier ein Vorbau mit trapezförmigem Grundriss, der den Verschluss und den Bajonett-Anschluss aufnimmt. Die Combitaste übernimmt den Filmtransport und spannt den Verschluss. Der Kern des Systems ist die Compur-Wechselfassung. Die Kombination aus Verschluss mit Lichtwert-Koppelung, Bajonettanschluss mit Übertragung der Entfernungseinstellung und einer neuartigen Schärfentiefe-Anzeige wurde von der Firma Deckel als Herstellerin der Compur-Verschlüsse entwickelt und als offener Standard den Kameraherstellern angeboten. Außer für Voigtländers VITESSA T wurde der Anschluss auch in einer Kamera der Firma Carl Braun verwendet. Wechselobjektive in der Compur-Fassung, die auch an der VITESSA T verwendet werden konnten, gab es von Rodenstock, Schneider und Steinheil. Wie die VITESSA besitzt die VITESSA T einen gekuppelten Entfernungsmesser. Die Einstellung erfolgt aber nicht am Gehäuse, sondern am Objektiv. Über eine Steuerkurve an der Einstellschnecke und einen Stift im Bajonett wird die Einstellung auf den Schwenkkeil übertragen. Auch der Sucher der VITESSA T besitzt einen automatischen Parallaxen-Ausgleich, der aber nur mit der Normalbrennweite funktioniert. Für die Wechselobjektive bietet der TUNIT-Sucher einen manuell einstellbaren Ausgleich. Die VITESSA T wurde mit dem Bertram-Belichtungsmesser ausgestattet, der ab 1955 bereits in der VITESSA angeboten wurde. Die Messung und Einstellung der Belichtung erfolgt über Lichtwerte. Dazu sind Objektive und Verschluss mechanisch gekoppelt. Dies hat den Nachteil, dass das Objektiv bei bestimmten Lichtwerteinstellungen nicht von der Kamera getrennt werden kann. Zur Schärfentiefe-Kontrolle befinden sich an den Objektiven (mit Ausnahme des DYNARET) bewegliche rote Markierungen, die sich entsprechend der Blendenöffnung verschieben. Das Prinzip hat Voigtländer später für die Objektive des BESSAMATIC-Systems übernommen. DesignDie VITESSA T kann ihren Charakter als »Ableitung« nicht verbergen. Der Tubus mit Verschluss und Bajonett ist an das Gehäuse nur angesetzt. Das wird durch die unsymmetrische Anordnung noch unterstrichen. Die durch die Belederung vorgegebene horizontale Linie wird von der Form nicht aufgenommen. Es ist nicht zu übersehen: Hier passt nicht zusammen, was zusammengebaut wurde. Gegenüber der PROMINENT gibt sich die VITESSA T weniger technisch. Die glatteren Formen lassen die Kamera zierlicher erscheinen, obwohl sie nur in der Höhe einige Millimeter kleiner ist. Gegenüber der Klapp-VITESSA ist die Systemkamera sperrig. VermarktungDie VITESSA T wurde 1956 mit Normaloptik COLOR-SKOPAR 2,8/50 für 398 Mark verkauft. Die VITESSA kostete mit dem gleichen Objektiv 30 Mark weniger, mit dem ULTRON 2/50 nur 20 Mark mehr. Für 395 Mark gab es die »professionelle« PROMINENT mit COLOR-SKOPAR 3,5/50, allerdings ohne Belichtungsmesser. Die Wechselobjektive der VITESSA T wurden für 188 und 210 Mark angeboten, die entsprechenden Brennweiten der PROMINENT kosteten zwischen 200 und 250 Mark. Die VITESSA T wurde als Systemkamera für den anspruchsvollen Amateur vermarktet. Schon 1959 endete die Geschichte dieses Systems. |
VorläuferWechsel-Objektive SKOPARET 3,4/35 Fremd-ObjektiveSTEINHEIL CULMIGON 4,5/35 STEINHEIL CASSARIT 2,8/50 RODENSTOCK ROTELAR 4/85 RODENSTOCK ROTELAR 4/135 NachfolgerKeine LinkViele Varianten der VITESSA und VITESSA T stellt Massimo
Bertacchi auf seiner Homepage dar:
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(c) Dietrich Drescher 2002, 2003, 2004,
2005 |
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