Voigtländer

VITOMATIC – 1. Generation

VITOMATIC I/II, VITO BR

VITOMATIC I

 
VITOMATIC I
Die VITOMATIC brachte als Neuerung einen mit Verschluss und Blende gekuppelten Nachführ-Belichtungsmesser.

Detailansichten:

Schnellaufzug und Rückspulknopf (VITO B)

Bodenklappe (VITO B)

Mit der VITOMATIC I führte Voigtländer 1957 erstmals den gekuppelten Nachführbelichtungsmesser ein. Das VITOMATIC-Prinzip: Zwei Zeiger zur Deckung bringen und die Belichtung stimmt. Eine weitere Vereinfachung der Bedienung, aber nach heutigem Verständnis keine Belichtungsautomatik.

Technik

Die Werte von Blende und Verschlusszeit (und Filmempfindlichkeit) werden über eine raffinierte Mechanik und eine passende Einstellkurve auf den Nachführzeiger übertragen. Dabei muss nur der stufenlose Blendenring betätigt werden. Mit einem zweiten Einstellring sind dann alle zulässigen Zeit-Blenden-Kombinationen verfügbar. Die Filmempfindlichkeit wird über eine Skala am Blendenring eingestellt. So werden alle für die Belichtung relevanten Werte auf eine mechanische Größe reduziert, die über einen Stift auf den Belichtungsmesser im Gehäuse übertragen wird. Da das Objektiv in Gesamtverstellung fokussiert wird, ist eine Geradführung obligatorisch.

Das Gehäuse baut auf dem kompakten Konzept der VITO B/VITO BL auf. Die Maße der Grundfläche, die markante Bodenklappe, das zentrale Zahnrad, das über die Filmperforation den Tranportmechanismus steuert und den Verschluss spannt sowie der versenkte Rückspulknopf sind direkt übernommen. Das Zählwerk ist jetzt in die Bodenplatte eingebaut, der größere Durchmesser des Verschlusses und die mechanische Übertragung von Einstellungen in das Gehäuse (Belichtungsmesser, bei VITOMATIC II und VITO BR Entfernungsmesser) ließen keinen Raum für die konzentrisch um das Objektiv aufgebaute Konstruktion der Vorgängermodelle.

Die VITOMATIC ist mit einem Kristall-Leuchtrahmen-Sucher ausgestattet, der das Sucherbild im natürlicher Größe darstellt. Als Objektiv wird für die erste Generation nur das COLOR-SKOPAR 2,8/50 eingebaut. Der Verschluss PRONTOR SLK-V hat die Zeiten 1 bis 1/300 Sekunde, spätere Exemplare bis 1/500.

Design

Die Form der VITOMATIC knüft an die erfolgreiche VITO BL an. Trotz des neuen Belichtungsmessers ist das Gehäuse (die Kappe) nur zwei Millimeter höher als bei der VITO BL. Das Verhältnis Breite zu Höhe ist noch ausgeglichener. Die Kamera wirkt extrem kompakt. Die Solidität der Konstruktion wird durch den dickeren Tubus und die großen, matten Chromflächen betont. Das Fenster für die Selenzelle des Belichtungsmessers ist über die funktionale Notwendigkeit (VITESSA, VITO BL) hinaus stark betont. Der kantige matt verchromte Vorbau erinnert an den Kühlergrill eines Straßenkreuzers. Hier soll offenbar imponiert werden.

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Vorläufer

VITO BL

Varianten

VITOMATIC II
VITO BR

Erben

VITO CL
VITO CLR

Nachfolger

VITOMATIC Ia
VITOMATIC IIa

 

Variante: VITOMATIC II

 
VITOMATIC II
Die VITOMATIC II verfügt zusätzlich zum Belichtungsmesser über einen mit dem Objektiv gekuppelten Entfernungsmesser.

1958 stellte Voigtländer eine weitere Verbesserung vor. Die VITOMATIC II ist zusätzlich mit einem gekuppelten Entfernungsmesser ausgestattet. Das Messfeld wird zentrisch in den Leuchtrahmensucher eingespiegelt. Die Eintrittspupille ist mit der Selenzelle des Belichtungsmessers in einem breiteren Vorbau zusammengefasst.

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Link

Bedienungsanleitung zur VITOMATIC II

Variante: VITO BR

 
VITO BR
Die VITO BR kann ihre Verwandtschaft mit der VITOMATIC nicht verhehlen. Nur der Belichtungsmesser fehlt.

Die VITO BR ist eine VITOMATIC II ohne Belichtungsmesser. Damit fehlt das »vitomatische« an dieser Kamera, und folgerichtig wurde sie als VITO BR verkauft. Im Design orientiert sie sich wieder an der VITO B, der Vorbau an der Kappe entfällt. Die Verwandtschaft mit der VITOMATIC zeigt sich in der Konstruktion des Verschlusses. Sogar die Skala für die Filmempfindlichkeit ist vorhanden.

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Kommentare und Fragen
(c) Dietrich Drescher 2002, 2005

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