Voigtländer

VITOMATIC – 3. Generation

VITOMATIC Ib/IIb/IIIb

VITOMATIC IIb

 
VITOMATIC II b
Die dritte Generation der VITOMATIC zeigt einen durchgehenden Rahmen an der Vorderfront der Kappe. Er fasst Sucher, Entfernungsmesser und Selenzelle des Belichtungsmessers optisch zusammen.

Detailansichten:

Bodenklappe (VITO B)
Sucherbild

Die VITOMATIC IIb bringt gegenüber dem Vorgängermodell vor allem ein stark modernisiertes Erscheinungsbild.

Technik

Die VITOMATIC der dritten Generation bietet im Sucher noch mehr Informationen an. Nicht nur der gekuppelte Nachführ-Belichtungsmesser und der Entfernungsmesser (außer VITOMATIC Ib) sind in den Leuchtramensucher eingespiegelt. Zusätzlich kann man in der unteren rechten Ecke des Sucherfensters für die vier kürzesten (verwacklungsfreien) Belichtungszeiten die eingestellte Zeit-Blenden-Kombination überprüfen. Die Anzeige des Belichtungsmessers auf der Kappe ist entfallen. Die große runde Kunstoffkappe oberhalb des Transporthebels (im Foto links) dient als Diffusor für die Einspiegelung des Belichtungsmessers.

Das Vorlaufwerk des Verschlusses PRONTOR 500 SLK-V muss separat aufzezogen werden. Dazu befindet sich unten am Tubus ein Hebel. Der Synchronkontakt ist als »Hot-Shoe« in den Zubehörschuh verlegt. Späte Ausführungen besitzen zusätzlich an der Kappe eine herkömmliche Buchse (siehe VITOMATIC IIIb). Die Umschaltung für Blitz-Vorauslösung (M) ist entfallen.

Der Tubus ist gegenüber den ersten beiden Generationen der VITOMATIC verkürzt. Für das COLOR-SKOPAR wird eine Frontlinsenverstellung verwendet. Damit entfällt die aufwändige Geradführung des Objektivs. Der Verlust an optischer Qualität ist beim Vierlinser angeblich nicht erkennbar. Dennoch ist diese Lösung eine »Regression« auf den Stand der Klapp-VITOs.

Der Rückspulknopf ist durch eine handlichere kleine Kurbel ersetzt, die beim Entriegeln des Rückspulhebels herausspringt. Umgekehrt wird der Transportmechnismus wieder eingekuppelt, wenn die Kurbel in ihre Normalstellung zurückgedrückt wird. Ein überzeugende Lösung.

Das Bildzählwerk stellt sich automatisch zurück, wenn die Rückwand geöffnet wird. Es befindet sich nach wie vor in der Bodenplatte und zählt aufwärts.

Design

Die VITOMATIC der dritten Generation ist nach meiner Meinung die formal gelungenste Sucherkamera, die Voigtländer je gebaut hat. Symmetrie und Integration technischer Subsysteme sind das Grundmotiv dieser Kamera.

Die Kappe ist geringfügig höher als bei den früheren VITOMATICs. Die durchgehende »Frontscheibe« macht das Erscheinungsbild ruhiger und betont die Symmetrie der Konstruktion. Bei der VITOMATIC IIa waren die Funktionen Belichtungsmesser, Entfernungsmesser und Sucher klar gegeneinander abgegrenzt. Die technischen Systeme fanden sich in der Gestaltung wieder. Die VITOMATIC IIb dagegen verbirgt die Technik hinter einer einheitlichen Oberfläche. Der Belichtungsmesser ist auch nicht mehr von außen abzulesen. Alle für den Schnappschuss notwendigen Informationen sind im Sucherbild zusammengefasst.

Die Oberseite der Kappe ist vollständig symmetrisch gegliedert. Der runde, weiße Diffusor und die Rückspulkurbel fügen sich in die runden Enden der Kappe ein. Zentral über der Achse des Objektivs befindet sich der Zubehörschuh. Der Auslöser befindet sich nicht mehr auf der Kappe, sondern an der Vorderseite des Gehäuses neben dem Objektivtubus.

Der Tubus ist gut drei Millimeter kürzer als bei den Vorgängermodellen. Dafür ist der Außendurchmessers der Filterfassung von 32 mm auf 42 mm (Innengewinde 40,5 mm) gewachsen. Die Kamera wirkt so noch gedrungener und kompakter.

Die Skalen am Objektiv sind schmale, bedruckte Blechstreifen, die jeweils mit zwei Schrauben befestigt sind. Gegenüber den vertieften und farblich ausgelegten Ziffern bei den früheren Modellen eine Verbilligung.

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Vorläufer

VITOMATIC Ia
VITOMATIC IIa
VITOMATIC IIa Ultron

Varianten

VITOMATIC Ib
VITOMATIC IIb
VITOMATIC IIIb

Nachfolger

VITOMATIC I CS
VITOMATIC II CS
VITOMATIC III CS

 

Variante: VITOMATIC Ib

 
Die VITOMATIC Ib besitzt keinen Entfernungsmesser.

Als preiswertere Variante (299 Mark gegenüber 359 Mark für die VITOMATIC IIb) produzierte Voigtländer die VITOMATIC Ib. Der Benutzer musste dafür auf den gekuppelten Entfernungsmesser verzichten. Äußerlich ist sie von der VITOMATIC IIb kaum zu unterscheiden.

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Variante: VITOMATIC IIIb

 
VITOMATIC III b
Mit dem großen »Auge« des lichtstarken ULTRON wirkt die VITOMATIC noch freundlicher. Die abgebildete Kamera hat an der Seite der Kappe eine Anschlussbuchse für Blitzgeräte, zusätzlich zum Mittenkontakt im Zubehörschuh.

VITOMATIC IIIb mit dem lichtstarken ULTRON 2/50 ist wiederum das Spitzenmodell der Reihe. Gegenüber dem COLOR-SKOPAR ist der Tubus etwa vier Millimeter länger, aber noch knapp zwei Millimeter kürzer als bei der VITOMATIC IIb mit ULTRON. Das Gaußobjektiv besitzt gegenüber dem Vierlinser eine Gesamtverstellung und – notwendigerweise – eine Geradführung. Die Frontlinsenverstellung verbot sich hier.

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Kommentare und Fragen
(c) Dietrich Drescher 2002, 2004, 2005

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