Aktiv im DRK
2001 trat mein Arbeitgeber mit der Frage an mich heran ob ich Lust hätte als Ersthelfer tätig zu werden. Ich stimmte zu, machte den 2-tägigen Lehrgang und war Ersthelfer. Was mir damals schon gefiel war die Tatsache, dass wenn man in eine Unfallsituation kommt, was schneller passieren kann als einem lieb ist, aktiv helfen kann.


Ich begann mich mehr mit diesem Thema zu befassen. Der Zufall wollte, dass nach einiger Zeit ein Betriebssanitäter gesucht wurde. Ich bot mich an und wurde dann in einem 10-tägigen Lehrgang zum Betriebssani ausgebildet. Ich lernte den Umgang mit Vakuumschiene, Schaufeltrage, Stiffnek, Schockarten und die entsprechende Lagerung, Medikamentenkunde, Infusionsvorbereitung und so einiges mehr. Ne Menge Stoff in relativ kurzer Zeit mit abschließender Prüfung.
Nun schreibt der Gesetzgeber vor, dass Betriebssanitäter und auch Ersthelfer regelmäßig alle 2 Jahre nachgeschult werden müssen. Von einigen Schnittwunden und hier und da mal einer Kreislaufschwäche abgesehen, passiert in unserem Unternehmen glücklicherweise nicht viel. Da mir die 2-jährigen Nachschulungen zu wenig waren begann ich eine Möglichkeit zu suchen um auf dem Laufenden bleiben zu können. So kam ich schließlich zum DRK.

Ich besuchte einen sog. Dienstabend und traf dort auf viele nette Menschen. Eine Gemeinschaft von Ersthelfern, Krankenschwestern, Sanitätern, Rettungssanitätern, Ärzten usw. die bei der Vermittlung der Themen mit viel Spaß und Humor zur Sache geht, dabei aber den nötigen Ernst nicht aus den Augen verliert.

Ich fühlte mich von Anfang an wohl dort und trat dem Verein bei. Seit dem ist ein nicht unerheblicher Teil meiner Freizeit mit Lehrgängen, Fortbildungen, Großübungen und Sanitätsdiensten ausgefüllt. Der Ortsverein Henstedt-Ulzburg stellt eine Schnelleinsatzgruppe, kurz die SEG die in erster Linie bei Großschadensfällen mit mehreren Verletzten zum Einsatz kommt. Bemannt aber auch Beweibt wird die SEG von der Rettungsdienstbereitschaft der ich seit damals angehöre. Alarmiert werden wir über ein Funkmeldesystem und oder SMS. Mit der entsprechenden Ausrüstung wie Zelte, Generatoren, Tragen usw. wird regelmäßig geübt. Großübungen mit der Hamburger Feuerwehr und anderen Rettungsdienstorganisationen werden ebenfalls durchgeführt. Die Sanitätsdienste erstrecken sich von Modenschauen, Messen, Sportveranstaltungen über die Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg bis hin zum Schleswig-Holstein Musikfestival. Jeder Dienst hat seinen Reiz und Langeweile kommt selten auf.
Wer also mit dem Gedanken spielt eine ähnliche Tätigkeit ausführen zu wollen, wer eine Möglichkeit sucht seine Freizeit wirklich sinnvoll einsetzen zu können, der sollte mal bei einer ortsansässigen Rettungsdienstorganisation vorbeischauen.

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