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[Allgm. Vorgehen] [Transport] [ERSTE-HILFE-Koffer] [Äußere Verletzungen] [Kleinere Verletzungen der Haut] [Kleinere Verletzungen der Haut in der Nähe des Auges oder des äußeren Gehörganges] [Verletzungen der Augenlieder] [Schürfverletzungen] [Schnitt- u. Rißverletzungen] [Anlegen eines Druckverbandes] [Anlegen einer Aderpresse] [Stich- u. Schußverletzungen] [Bißverletzungen] [Verletzungen mit Fremdkörpern] [Verletzungen an den Pfoten] [Anlegen eines Pfotenverbandes] [Wundgelaufene Ballen] [Verletzungen im Kopfbereich, Ohr] [Blutende Wunden] [Bluterguß in der Ohrmuschel] [Verletzungen der Augen] [Hornhautverletzungen] [Verätzungen] [Fremdkörper im Auge] [Augapfelvorfall] [Zahnverletzungen] [Fremdkörper in der Maulhöhle] [Verätzungen der Maulhöhle/Haut] [Nasenbluten]
Allgemeines Vorgehen
Oberstes Gebot bei jeder ERSTE HILFE - Leistung am Tier ist der Schutz der beteiligten Personen. Verletzte Tiere, die unter Schockeinwirkung stehen, Angst oder Schmerzen haben, wehren sich häufig durch Beißen und Abwehrbewegungen (auch eigene Tiere!) gegen helfende Maßnahmen. Nähern Sie sich einem verletzten Tier i m m e r vorsichtig und langsam, besonders wenn es ein fremdes Tier ist. Sprechen Sie das Tier mit ruhiger Stimme an, auch wenn das manchmal schwer fällt! Beobachten Sie die Reaktionen des Tieres genau - auch helfende Hände werden gebissen! Leinen Sie das Tier immer zunächst an, damit es Ihnen nicht davon läuft. Sind. Sie alleine, binden Sie die Leine um einen festen Gegenstand (z.B. Zaunpfosten) und ziehen den Kopf des Tieres so nah wie möglich an diesen Gegenstand heran und binden die Leine kurz an, Damit ist die Bewegungsfreiheit des Kopfes weitgehendst eingeschränkt. Wenn Sie wenigstens zu zweit sind empfiehlt es sich den Fang des Tieres zuzubinden. Der Hund wird dabei von einer Hilfsperson von hinten rechts und links am Kopf gehalten. Eine 2. Person bereitet eine Schlinge in der Mitte des Bandes vor, mit dem Knoten nach oben. Von vorne wird die Schlinge um den Fang des Hundes gelegt und fest(!) zugezogen. Anschließend werden die Enden unter dem Fang überkreuzt und im Nacken des Hundes sicher verknotet. Der ganze Vorgang sollte sicher und zügig durchgeführt werden, bevor der Hund durch Abwehrreaktionen die Schlinge abstreifen kann. Ist kein Band zur Hand, kann eine Sicherung des Fangs auch mit einer Leine vorgenommen werden, die am Halsband befestigt 2-3x um den Fang geschlungen wird. Das Ende wird zusammen mit dem Halsband gut festgehalten.
 
In folgenden Situationen darf ein Hund nicht zugebunden werden:
Bewußtlosigkeit Hitzschlag Atembeschwerden / Nasenbluten Verletzungen im Bereich des Fangs Herz -/Kreislaufbeschwerden Erbrechen in kurzen Abständen Sollte ein zugebundener Hund während der Hilfeleistung oder auf dem Transport Anzeichen von oben beschriebenen Zuständen zeigen, ist die Schlinge sofort zu beseitigen! Die Beruhigung des Tieres sollte, wenn möglich von einer dem Tier vertrauten Person übernommen werde. Sie sollte den Kopf des Tieres halten und durch beruhigendes Streicheln und Reden auf es einwirken. Um eine Verletzung zu untersuchen oder zu versorgen ist es zweckmäßig, den Hund in eine Position zu bringen, in der das gut möglich ist und in der er ruhig gehalten werden kann. Im Sitzen, bei gut fixiertem Kopf können Verletzungen im Bereich des Kopfes, Halses und des Rückens versorgt werden. Im Stehen sind Behandlungen am Rumpf, den oberen Gliedmaßen und der Rute durchzuführen. Selten bleiben die Hunde alleine stehen. Eine Hilfsperson hält ihn mit einem Arm unter dem Hals, mit dem anderen Arm unter dem Bauch und zieht ihn zu sich heran.
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Liegen Verletzungen im Bereich der unteren Gliedmaßen vor, sollte der Hund auf die gesunde Seite gelegt und, nicht grob aber bestimmt kann die Arbeit des Helfenden festgehalten werden. ohne Hilfsperson durch gestrecktes Halten des erkrankten Beines erleichtern.
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Transport
Müssen Tiere transportiert werden, läßt man sie, wenn es möglich ist selber laufen (z.B. zum Auto oder in die Tierarztpraxis). Können die Tiere nur schwer oder gar nicht laufen, müssen sie Vorsichtig getragen werden. Die verletzte Körperseite sollte nicht der tragenden Person zugewendet sein. Bei Verletzungen besonders der oberen Gliedmaßen, läßt man diese frei hängen. Vermutet man Beckenbrüche, läßt man auch hier den hinteren Teil des Hundes hängen. Auf der Fahrt zum Tierarzt sollte immer eine betreuende Person mitfahren, die sich um eine bequeme und sichere Lagerung des Tieres kümmern kann.
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ERSTE HILFE KOFFER : Grundausstattung
Taschenlampe: Ausreichende Beleuchtung bei schlechten Lichtverhältnissen, genaue Untersuchung von Augen/Ohren
Schere: Entfernen von Haaren um eine Wunde, Schneiden von Verbandmaterial (wegen Verletzungsgefahr möglichst mit abgerundeten Spitzen und leicht gebogen )
Pinzette: Entfernung kleinerer Fremdkörper(Dorner/Insektenstachel)
Fieberthermometer
Holzstab (2cm breit,l5cm lang) : Herstellung einer Aderpresse
Zeitung (dick): Herstellung einer Beinschiene
Staubinde: Herstellung einer Aderpresse
Band ( 1 - 1,5m lang : breite elastische Binde oder Schlauchverband ) : Zubinden des Fangs
Wärmflasche: Unterkühlung / Schock
Kühlkissen (die nicht vorgekühlt werden müssen: Apotheke) : Hitzschlag / Schwellungen / Blutungen
Sterile Wundkompressen : Abdeckung offener Wunden
Watte: Auftupfen von Wunddesinfektionsmittel
Verbandwatte (10 cm breit in Rollen: 2x): Polsterung von Verbänden
Mullbinden ( 10 cm breit, elastisch: 3x): Verbände
Klebeband ( 4 cm breit, Rolle ): Fixation von Verbänden
Elastische Binden (10 cm u. 15 cm breit: je 1mal): Bauch- und Brustverbände
Wasserstoffsuperoxyd 3 %ig (Apotheke) : Wundreinigung
Wundsalbe ( Tierarzt ): Versorgung kleiner Wunden
Decke: Unterkühlung / Schock / Transport
Leine und Halsband ( Kettenglied-Würger ): Festhalten von fremden Tieren
Borwasser ( möglichst in Kunststoffspritzflasche ) : Augenspülung
Spezielle Medikamente dürfen nur nach Absprache mit einem Tierarzt in die ERSTE HILFE APOTHEKE aufgenommen werden. Ihr Verwendungszweck und die Art der Anwendung muß allen Personen, die Zugang zu diesen Medikamenten haben, bekannt sein. Das Verfalldatum muß auch bei Tierarzneimitteln beachtet werden.
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ÄUßERE VERLETZUNGEN
Kleinere Verletzungen der Haut
Betreffen kleinere, oberflächige Verletzungen nur die Haut, empfiehlt es sich in der Umgebung der Wunde die Haare zu scheren, um ein Verkleben der Haare mit Blut oder Wundsekret zu vermeiden. Mit einem nicht reizenden Wunddesinfektionsmittel (z.B. Wasserstoffsuperoxyd 3%ig ) wird die Wunde, wenn nötig gesäubert; gleichzeitig wird dadurch eine Blutstillung erreicht. Anschließend wird eine Wundsalbe oder ein Wundspray aufgebracht. Nur in Ausnahme fällen wird ein Verband oder ein Halskragen benötigt, wenn der Hund durch ständiges Belecken die Wundheilung stört. Der Heilungsverlauf sollte regelmäßig kontrolliert werden.
Haare in der Umgebung scheren
Wundreinigung / Wunddesinfektion / Blutstillung mit 3 %igem Wasserstoffsuperoxyd
Wundsalbe / Wundspray
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Kleinere Verletzungen der Haut in der Nähe des Auges oder des äußeren Gehörganges
Bei diesen Verletzungen verfährt man im Prinzip genauso, wie unter -Kleinere Verletzungen der Haut.
Wasserstoffsuperoxyd oder andere Desinfektionsmittel dürfen jedoch unter gar keinen Umständen in das Auge oder in den Gehörgang gelangen, da es dadurch zu schweren Gewebeschäden kommen kann. Im Zweifelsfall lieber keine Desinfektion. Zur Wundversorgung muß eine Augen- bzw. Ohrensalbe verwendet werden, da normale Wundsalben u.U. starke Reizerscheinungen an Augen oder Ohren auslösen können.
Haare in der Umgebung scheren
vorsichtige Wundreinigung
Augensalbe oder Ohrensalbe
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Verletzungen der Augenlieder
Diese Verletzungen müssen immer von einem T i e r a r z t untersucht und versorgt werden. Er muß abklären, ob das Auge selber in Mitleidenschaft gezogen wurde. Wundinfektionen der Lider können schwere Augenentzündungen verursachen. Bestehen größere Zusammenhangstrennungen der Lidkante, muß diese Verletzung immer genäht werden, da diese selbständig nicht mehr zusammenwächst. Bleibende Irritationen und Entzündungszustände, vor allem der Bindehaut waren die Folge. Je schneller die Versorgung durch den Tierarzt vorgenommen werden kann, um so größer sind die Heilungschancen. Die ERSTE HILFE beschränkt sich hier nur darauf, den Hund am Scheuern oder Kratzen zu hindern. Ins Auge eingebrachte Medikamente erschweren dem Tierarzt die Versorgung!
Verhindern von Kratzen oder Scheuern schneller Transport zum Tierarzt Top
Schürfverletzungen
Kleinere Verletzungen werden wie unter Punkt "Kleinere Verletzungen der Haut"versorgt.
Großflächige Schürfwunden, wie z.B. nach Unfällen im Straßenverkehr bedürfen immer einer T i e r ä r z t 1 i c h e n Versorgung, da Infektionsgefahr droht. wenn es möglich ist, können die Verletzungen mit sterilen Wundkompressen abgedeckt werden, sie sollten aber mit 3 %igem Wasserstoffsuperoxyd befeuchtet werden, damit die Wunde nicht austrocknet und die Kompressen nicht auf der Wundfläche kleben bleiben. Die Wundkompressen werden durch einen nicht zu festen Verband oder nur durch Klebebänder in ihrer Position gehalten. Auch hier muß der Hund daran gehindert werden, die Wunde durch Lecken oder Kratzen zu irritieren.
Verhindern von Kratzen oder Lecken
Kleine Verletzungen: siehe "Kleinere Verletzungen der Haut"
größere Verletzungen: - sterile Wundkompressen, befeuchtet mit 3 %igem Wasserstoffsuperoxyd
Verband, Fixation durch Klebestreifen
Transport zum Tierarzt
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Schnitt - und Rißverletzungen
Schnittverletzungen haben meistens glatte Wundränder, Rißverletzungen sehen oft ausgefranst aus. Ob es erforderlich ist, eine solche Verletzung zu nähen, muß dem Urteil des T i e r a r z t e s vorbehalten bleiben. Oft ist auf den 1. Blick nicht feststellbar, ob tieferliegende Gewebeteile durchtrennt sind (Sehnen, Muskeln, Nerven, Bänder oder Gelenkkapsel). Die Wunden dürfen auf keinen Fall mit Desinfektionsmitteln, Wundsalben oder Wundsprays behandelt werden, da hierdurch die Voraussetzungen für eine gute chirurgische Versorgung erheblich verschlechtert werden können. Auch hier gilt : die schnellst mögliche Versorgung durch einen Tierarzt ist anzustreben. Optimale Heilungsaussichten, z.B. bei einer Sehnennaht bestehen nur innerhalb der ersten 4 - 6 Stunden nach dem Unfall!
Kleine Schnitt- oder Rißverletzungen werden wie unter Punkt "Kleinere Verletzungen der Haut" und "Kleinere Verletzungen der Haut in der Nähe des Auges oder des äußeren Gehöhrganges" behandelt. Vor allem Schnittverletzungen neigen zu starken Blutungen. Stärkere Blutungen werden nach sterilem Abdecken mit einem gut gepolstertem Druckverband versorgt. An Körperstellen, an denen sich ein Druckverband nicht gut anlegen läßt( z.B. Hals, sollte eine Hilfsperson während des Transportes zum Tierarzt nach steriler Abdeckung die Wunde komprimieren. Sickert Blut durch den Verband oder die Abdeckung, nehmen Sie diesen nicht ab, sondern legen Sie weiteres Verbandmaterial darauf und verstärken den Druck.
Reicht ein Druckverband zur Blutstillung nicht aus, oder steht kein Verbandmaterial zur Verfügung, können bei Verletzungen an den Gliedmaßen oder der Rute auch Blutungen durch Abbinden gestillt werden. Staubinden sollten nur an mit Muskeln gut gepolsterten Körperstellen angelegt werden, niemals über Sehnen (Achillessehne ), wo sie schwere Schäden anrichten können. Die Staubinden werden nur so fest angezogen, bis die Blutung steht, keinesfalls stärker! Der Stau wird einige Zentimeter über der Wunde, herzwärts (!) angelegt. Der Transport zum Tierarzt sollte so schnell wie möglich vorgenommen werden. Ist der Weg zum Tierarzt weit, lockern Sie die Staubinde jede ¼ Stunde für ca. 1 - 2 Minuten. Der Stau verhindert einerseits das Bluten aus der Wunde, andererseits wird aber auch die notwendige Blutversorgung in den abgebundenen Körperteilen unterbrochen.
Verhindern von Kratzen und Lecken
Kleine Verletzungen : wie Punkt "Kleinere Verletzungen der Haut" oder "Kleinere Verletzungen der Haut in der Nähe des Auges oder des äußeren Gehöhrganges"
Größere Verletzungen: - sterile Wundkompresse
Festhalten / Komprimieren
Druckverband
Abbinden (herzwärts!) jede ¼ Stunde für 1-2 Min. lockern
Transport zum Tierarzt
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Anlegen eines Druckverbandes
Nach steriler Abdeckung wird Polstermaterial(Verbandwatte ) um das Bein gewickelt. legen Sie ein Verbandspäckchen, z.B. eine aufgerollte Mullbinde oder zusammengelegte Papiertaschentücher auf den Wundbereich und fixieren Sie dieses mit einer Binde(nur so fest anziehen, daß der Verband nicht durchblutet). Damit der Verband nicht verrutscht, können Sie ihn mit Klebestreifen im umliegenden Fell ankleben. Auch ein so angelegter Druckverband darf nicht beliebig lange belassen werden. Die Gefäßwände der Venen sind weicher, als die der Arterien, weshalb diese auch zuerst zugedrückt werden. Das heißt: Blut kann durch die Arterien in die Pfote oder Schwanzspitze einströmen aber nicht mehr über die Venen abfließen : es kommt zu einem Stau. Die Pfote schwillt an ! In diesem Fall muß der Verband gelockert oder kurzfristig abgenommen werden. Durch vorsichtiges Massieren (herzwärts) und vorsichtiges Laufen geht die Schwellung zurück. Top
Anlegen einer Aderpresse
Legen Sie die Aderpresse immer herzwärts einige Zentimeter oberhalb der Wunde an. Verwenden Sie eine breite Binde (Staubinde, breite elastische Binde, Krawatte, Leine oder Gürtel) niemals dünne Schnüre oder etwa Draht! Schlingen Sie 2 - 3 mal die Binde um das Bein und knoten Sie ein kurzes Holzstück in die Binde mit Ein. Das Holzstück wird nun, wie bei einer Schraube gedreht, bis die Blutung steht(langsam drehen). Um ein Zurückdrehen des Holzstabes zu verhindern, fixieren Sie es mit einer zweiten Binde.
Ein schnellst möglicher Transport zum Tierarzt sollte durchgeführt werden.
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Stichverletzungen und Schußverletzungen
Auch diese Verletzungen gehören immer in die Hand eines T i e r a r z t e s . Oft sind die Tiefe der Wunde und die damit möglichen inneren Verletzungen sehr schwer zu beurteilen. Es besteht große Infektionsgefahr, da fast immer Haare und Schmutz tief in die Wunde hinein gedrückt wird. Besonders gefährlich sind diese Verletzungen im Bereich des Halses, des Brustkorbes und des Bauches, da große Blutgefäße oder lebenswichtige Organe verletzt werden können. Nach steriler Abdeckung sollte schnellstens der Tierarzt konsultiert werden.
sterile Wundkompresse, eventuell Verband
bei Schockzuständen : wie unter Punkt Schock
bei Eröffnung des Brustraumes : wie unter Punkt Verletzungen des Bauchraumes
bei Eröffnung des Bauchraumes: wie unter Verletzungen mit Fremdkörpern
bei starken Blutungen: wie Unter Anlegen eines Drückverbandes
Transport zum Tierarzt
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Bißverletzungen
Das Ausmaß einer Bißverletzung, auch wenn kaum eine Blutung entsteht, ist meistens größer, als von außen ersichtlich. Quetschungen es umliegenden Gewebes (Muskeln, Knochenhaut) sind fast immer vorhanden und verursachen starke Schmerzen und Lahmheiten. Verletzungen Gelenken oder Knochen kommen vor allem an den Beinen vor. Nicht selten ist die Haut von ihrer Unterlage abgerissene, so daß große Wundhöhlen entstehen. Jede Bißverletzung muß als infiziert betrachtet werden. Eine tierärztliche Untersuchung und Behandlung ist immer angeraten. Die Notversorgung richtet sich nach den entstandenen Verletzungen. Sie sollten immer über die letzte Tollwutimpfung Ihres Hundes Informiert sein, oder Ihren Impfpaß mit zum Tierarzt nehmen.
ERSTE - HIFFE - Maßnahmen
Kleine Verletzungen : wie unter Punkt "Kleinere Verletzungen der Haut" und "Kleinere Verletzungen der Haut in der Nähe des Auges oder des äußeren Gehöhrganges"
Größere Verletzungen / starke Blutungen: wie unter Punkt Anlegen einer Aderpresse
bei Eröffnung des Brustraumes: wie unter Punkt Verletzungen mit Fremdkörpern
bei Eröffnung des Bauchraumes: wie unter Punkt Verletzungen des Bauchraumes
bei Knochenbrüchen : gedeckte Knochenbrüche : wie Punkt Brüche
offene Knochenbrüche : wie Punkt Brüche
bei Schockzuständen : wie unter Punkt Schock
Eisbeutel zur Schmerzlinderung, Begrenzung von Schwellungen und Blutergüssen
Transport zum Tierarzt
Top
Verletzungen mit Fremdkörpern
Kleine Fremdkörper, z.B. Dornen oder kleine Glassplitter werden vorsichtig mit einer Pinzette entfernt. Größere Fremdkörper sollten immer in der Wunde belassen werden. Der T i e r a r z t erhält durch die Lage des Fremdkörpers wertvolle Informationen über die entstandenen Verletzungen. Der Fremdkörper verschließt oftmals Verletzungen von Blutgefäßen - wird er Herausgezogen können lebensgefährliche Blutungen, die Sie nicht mehr beherrschen können die Folge sein. Sollte der Fremdkörper doch herausgezogen worden sein, nehmen Sie ihm mit zum Tierarzt und sagen Sie ihm, wie und wo er genau steckte und wie tief er eingedrungen war.
Die ERSTE HILFE richtet sich auch hier nach den entstandenen Verletzungen. Blutet die Wunde, betupfen Sie sie mit Wasserstoffsuperoxyd 3%ig, decken Sie die Wunde mit sterilen Wundkompressen ab und legen Sie einen gut gepolsterten, nicht zu festen Verband an .Der Fremdkörper muß in den Verband integriert werden, ohne daß Druck auf ihn ausgeübt wird. Bewegen Sie den Fremdkörper nicht unnötig hin und her, was dem Tier starke Schmerzen verursachen würde.
Kleine Fremdkörper mit Pinzette entfernen
Größere Fremdkörper : immer stecken lassen
Wundversorgung wie unter Punkt "Kleinere Verletzungen der Haut" und "Kleinere Verletzungen der Haut in der Nähe des Auges oder des äußeren Gehöhrganges"
Betupfen mit Wasserstoffsuperoxyd 3 %ig
sterile Wundkompressen / vorsichtiger Verband, Fremdkörper integrieren.
Keine Blutung : sofortiger Transport zum Tierarzt
bei Schockzuständen : wie unter Punkt “Schock”
Transport zum Tierarzt
 Das Tier sollte sich ,, so wenig wie möglich bewegen, damit durch Bewegungen des Fremdkörpers nicht weitere Verletzungen verursacht werden.
Der Hund sollte getragen oder auf eine Bahre / Decke gelegt werden.
Top
Verletzungen an den Pfoten
Die Pfoten des Hundes sind sehr gut durchblutete Körperteile. Verletzungen in diesem Bereich neigen zu starken Blutungen, die aber selten lebensbedrohlich sind - also keine Panik! Auch Verletzungen der Ballen und Krallen bluten oft stark. Die Wunden müssen immer vor weiterer Verschmutzung und Irritation durch Belecken durch einen gut gepolsterten Pfotenverband geschützt werden.
Pfotenverbände müssen mit einer besonderen Technik angelegt werden, damit sie nicht mehr schaden, als nützen. Haut zwischen den Zehen und Ballen ist eine der wenigen Hautzonen des Hundes, die Schweißdrüsen enthält. Wird der Verband einfach nur rings um die Pfote herum gewickelt, werden die Zehenknochen, wenn der Hund das Bein belasten will im Verband schmerzhaft zusammengedrückt. Durch die Schweißabsonderung unter dem Verband scheuert sich die Haut wund, schlechte Voraussetzungen für eventuell notwendige weitere Verbände.
Ob eine Verletzung im Pfotenbereich genäht werden muß, sollten Sie dem Urteil eines Tierarztes überlassen. Vor allem Ballenverletzungen heilen nur sehr schlecht und langsam. Nur teilweise ab4erissene oder abgebrochene Krallen verursachen durch die Bewegung des lockeren Krallenteils z.T. starke Schmerzen. Besonders Krallenverletzungen sind durch Infektionen gefährdet. Das Krallenbett und der Knochen (Krallenbein: liegt bei fehlender Kralle fast frei!) sind überaus empfindlich.
Die Wundversorgung beginnt mit einer Reinigung (Wasserstoffsuperoxyd 3%ig ). Lockere Krallenanteile sollten mit einem beherzten, schnellen Ruck (am besten mit einer Zange fassen) entfernt werden. Nach steriler Abdeckung wird ein immer gut gepolsterter Pfotenverband angelegt. Wenn der Verband ausreichend gepolstert ist, kann man den Druck beim Anziehen der Verbandlagen wie bei einem Druckverband verstärken. Sollten diese Maßnahmen zur Blutstillung nicht ausreichen, kann im oberen Teil des Polsterverbandes noch eine Aderpresse angelegt werden.
Reinigung mit Wasserstoffsuperoxyd 3%ig
Sterile Wundkompressen
Polsterverband - Druckverband
Aderpresse : auf dem oberen Teil des gepolsterten Verbandes
Transport zum Tierarzt Top
Anlegen eines Pfotenverbandes
Der Verband wird immer bis über das Sprunggelenk, bzw. das Handgelenk des Hundes gewickelt, damit er gut sitzt und nicht herunter rutschen kann. Er sollte der Form der Pfote im Stand gut angepaßt sein. Der Hund liegt am besten auf der Seite, so daß die verletzte Pfote oben liegt. Ein Helfer hält die beiden unten liegenden Beine des Hundes auf dem Boden fest, um ihn am Aufstehen zu hindern. Eine weitere Hilfsperson sollte das verletzte Bein gestreckt festhalten. Dazu muß er von hinten gegen das Ellbogengelenk, bzw. von vorne gegen das Kniegelenk drücken. legen Sie sich alle Verbandsmaterialien fertig vorbereitet in greifbare Nähe. Die Geduld eines Hundes ist nicht grenzenlos!

Sie benötigen:
Wattestreifen: 4-5cm breit und ca.l5cm lang. 4 (für Vorderpfote),3 (für Hinterpfote)
1 Wattebahn: ca. 10 cm breit und 30 cm lang
1 sterile Wundkompresse
1 (mindestens) Rolle Verbandwatte
1 - 2 Mullbinden (möglichst elastisch)
5 - 10 Klebebandstreifen : ca. 5 cm breit und 20 cm lang.
Wasserstoffsuperoxyd 3 %ig / Wattebausch
Nach der Wundreinigung und dem sterilen Abdecken der Wunde (bei kleinen Verletzungen, die sicher nicht genäht werden müssen kann eine Wundsalbe aufgetragen werden), wird zuerst die Polsterung zwischen den Zehen vorgenommen. Halten Sie sich das Ende der schmalen Wattestreifen auf der Oberseite der Pfote mit dem Daumen fest. Führen Sie dann die Wattestreifen von vorne nach hinten ,jeweils zwischen den Zehen, bis auf die Rückseite der Pfote durch, wo Sie sie wieder mit der anderen Hand ergreifen und festhalten können. Ein Wattestreifen muß an der Vorderpfote auch rings um die Pfote gelegt werden, damit die Daumenkralle unterpolstert wird. Die ca. 30 cm lange Wattebahn wird nun von der Vorderseite der Pfote, um diese herum auf die Hinterseite gelegt und festgehalten. Dann wird die gerollte Verbandwatte zirkulär um die Pfote bis über das Hand bzw. Sprunggelenk gewickelt (nicht zu fest anziehen). Anschließend wird in derselben Richtung in der auch die Watte gewickelt wurde nun die Mullbinde gewickelt (sonst lockern sich die darunterliegenden Wattebahnen wieder). Die Mullbinde sollte so gewickelt werden, daß der Verband durch sie seine Form bekommt (den Konturen der Pfote genau angepaßt). Mit den Klebestreifen muß die Lauffläche des Verbandes abgeklebt werden. Um den oberen Rand des Verbandes und oberhalb des "Carpalballens" wird ebenfalls ein Klebeband ringförmig gelegt.
Top
Wundgelaufene Ballen
Vor allem bei Ausdauerprüfungen kommt es gelegentlich vor, daß sich die Hunde die Ballen wund laufen. Die Pfoten sollten mit kaltem Wasser gesäubert und gekühlt werden. Nach Aufbringen eines Wundsprays reicht es mitunter schon den Hund in den nächsten Tagen so wenig wie möglich laufen zu lassen, bzw. nur auf weichem Boden. Sind die Pfoten stärker in Mitleidenschaft gezogen, sollte dem Hund jeweils ein Socken angezogen werden, um Verschmutzung und Irritation durch Lecken zu verhindern. Der Socken wird auch, wie der Pfotenverband bis über das Sprung- bzw. Handgelenk des Hundes gezogen und dort mit einem Streifen Klebeband locker (!) im Fell festgeklebt. Vor allem am Hinterbein darf dabei kein zu starker Druck auf die Achillessehne ausgeübt werden (ggf. mit Wattebahnen unterpolstern).
 Die Prüfung ist selbstverständlich abzubrechen!
Verletzungen im Kopfbereich
Verletzungen des Ohres
Blutende Wunden:
Durch Bißverletzungen, Riß- und Schnittverletzungen kommt es häufig zu blutenden Wunden. Vor allem durch Schütteln des Kopfes fangen diese Wunden immer wieder an zu bluten. Drücken Sie fest eine sterile Wundkompresse auf die Wunde und drücken Sie die Ohrmuschel zusammen. Dann legen Sie zur Polsterung Watte auf den Kopf des Hundes, klappen Sie das Ohr auf den Kopf und legen Sie auch saugfähiges Polstermaterial auf die Innenseite der Ohrmuschel. Mit einem abgeschnittenen Damenstrumpf, den Sie wie eine Mütze über den Kopf stülpen können Sie den angefangenen Verband vor läufig leicht fixieren. Dennoch sollten Sie mit einer breiten Mullbinde oder elastischen Binde einen Kopfverband anlegen, und den mit Klebestreifen zum Teil am Fell des Patienten befestigen. Möglichst baldiger Transport zum Tierarzt.
Wasserstoffsuperoxyd 3%ig
Sterile Wundkompressen / Ohrmuschel zusammendrücken
Polsterung : Innen- und Außenfläche der Ohrmuschel
Damenstrumpf (abgeschnitten) über den Kopf stülpen
Mullbinde oder elastische Binde : Kopfverband
Klebeband
Transport zum Tierarzt
Top
Bluterguß in der Ohrmuschel:
Durch massives Kratzen oder Anschlagen der Ohrmuschel(oder Schlag) können Blutgefäße in der Ohrmuschel platzen, Die Ohrmuschel verdickt sich z.T. erheblich und fühlt sich bei vorsichtiger Untersuchung wie ein Wasserkissen an. Der Hund sollte am weiteren Kratzen und Schütteln gehindert werden. Das leichte Aufdrücken eines Eisbeutels kann weitere Blutungen eindämmen. Setzen Sie sich mit Ihrem Tierarzt wegen der weiteren Behandlung in Verbindung.
Eisbeutel zur Kühlung
eventuell Kopfverband : wie unter Punkt Kopf
Verletzungen der Augen
Hornhautverletzungen:
Der Hund kneift häufig das betroffene Auge zu. Gesteigerter Tränenfluß kann vorhanden sein und oftmals versucht der Hund mit einer Vorderpfote an dem Auge zu kratzen. Auf der normalerweise durchsichtigen, glatten Hornhaut kann man gelegentlich eine Verletzung sehen, oder eine milchige Trübung. Versuchen Sie keine eigenen Behandlungen, es sind ganz spezielle Medikamente notwendig! Versuchen Sie nur den Hund vom Kratzen abzuhalten und konsultieren Sie den T i e r a r z t möglichst umgehend.
Top
Verätzungen:
Reizende Substanzen verursachen am Auge z.T. schwere Schäden. Der Hund kneift das betroffene Auge zusammen, vermehrter Tränenfluf stellt sich ein und das Tier versucht am Auge zu wischen oder zu kratzen. Sie sollten sofort eine Augenspülung vornehmen. Der Hund muß von einer Hilfsperson gut am Kopf festgehalten werden. Mit Daumen und Zeigefinger spreizen Sie die Augenlider möglichst weit auseinander. Spülen Sie das Auge gründlich mit einer verdünnten Borsäurelösung aus der Apotheke oder mit klarem lauwarmen Wasser. Den Spülvorgang sollten Sie mindestens 3 - 4 mal durchführen. Der Hund muß vor einer Selbstverletzung durch Kratzen geschützt werden. Sie sollten schnellstens einen T i e r a r z t aufsuchen.
Spülung des Auges (lauwarmes Wasser / verd. Borsäurelösung
Kratzen verhindern
Transport zum Tierarzt
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Fremdkörper im Auge:
Versuchen Sie niemals einen ins Auge eingespießten Fremdkörper herauszuziehen. Ein lose im Bindehautsack liegender Fremdkörper kann vorsichtig heraus gespült werden, oder mit einem sauberen Taschentuch heraus gewischt werden. Der Hund muß. am Kratzen gehindert werden. Auch hier muß ein T i e r a r z t das Auge auf weitere Schäden untersuchen.
loser Fremdkörper : Augenspülung / Wischen mit Taschentuch
eingespießter Fremdkörper : - Kratzen verhindern sofort zum Tierarzt

Augapfelvorfall:
Bei einem Unfall oder einer Beißerei kann es passieren, daß der Augapfel aus der Augenhöhle nach außen vorfällt. Wenn man das Auge retten will, ist jede einzelne Minute kostbar. Legen Sie ein sauberes nasses Tuch vorsichtig auf das Auge und machen Sie sich unverzüglich auf den Weg zum nächsten T i e r a r z t
sauberes, nasses Tuch auf das Auge legen
sofort zum Tierarzt Top
Zahnverletzungen:
Bei Autounfällen und auch bei Beißereien (Anschlagen Zahn gegen Zahn, Kettenhalsband des Gegners) können Zähne abbrechen oder komplett herausgerissen werden. Ist ein Zahn mit seiner Wurzel komplett aus dem Zahnfach herausgelöst worden, suchen Sie den Zahn, legen Sie ihn in eine mit Wasser angefeuchtete, sterile Wundkompresse und nehmen Sie ihn mit zum Tierarzt. Er kann entscheiden, ob der Zahn wieder eingesetzt werden kann. Haben Sie einen Rassehund kann Ihnen der Tierarzt auch bestätigen, daß der nun fehlende Zahn da gewesen ist (Der Tierarzt muß allerdings entweder die frische Verletzung sehen, oder in den nächsten Tagen nach dem Unfall eine Röntgenaufnahme des noch offenen Zahnfaches anfertigen). Abgebrochene Zähne, die aus der eröffneten Wurzelhöhle bluten sollten auch von einem Tierarzt begutachtet werden, da die geöffnete Wurzelhöhle und damit auch der Kieferknochen Infektions gefährdet sind.
Fremdkörper in der Maulhöhle:
Wenn Ihnen auffällt, daß der Hund vermehrt speichelt, mit der Zunge versucht etwas aus dem Fang heraus zu befördern oder mit den Vorderpfoten versucht etwas aus dem Fang heraus zu hohlen, sollten Sie nachschauen, ob etwas in der Maulhöhle nicht stimmt. Beißt der Hund fest auf einen quer im Fang gehaltenen Knochen oder Ast, kann er das Stück, das zwischen den Zahnreihen des Ober- bzw. Unterkiefers liegt heraus beißen und es klemmt sich zwischen den Zahnreihen ein. Auch ein Knorpelring (von einem Stück Schlund das der Hund gefressen hat) kann sich über die Zunge streifen und diese abschnüren. Beruhigen Sie das Tier zunächst. Nur wenn Sie absolut sicher sind, daß der Hund Sie nicht beißt, können Sie die Untersuchung der Maulhöhle alleine und ohne Hilfsmaßnahmen durchführen. Lassen Sie zunächst den Fang geschlossen und schieben Sie die Lefzen auseinander. So können Sie sich alle Zähne und das Zahnfleisch von der Außenseite ansehen. Gleichzeitig gewohnt sich der Hund an die Manipulation an seinem Fang. Fahren Sie mit der Untersuchung fort, indem Sie ihm nun den Fang öffnen. Die eine Hand greift von oben über den Fang und drückt die Lefzen des Oberkiefers zwischen die Zahnreihen. Mit der anderen Hand ergreifen Sie im Bereich der Schneidezähne den Unterkiefer und ziehen ihn nach unten. So können Sie die Ganze Maulhöhle bis zum Zungengrund begutachten und den Fremdkörper entfernen.
Läßt der Hund sich diese Maßnahmen nicht gefallen, oder müssen Sie befürchten, gebissen zu werden, dann rauchen Sie mindestens eine Hilfsperson, besser noch eine zweite. Eine Person sollte den Kopf des Hundes fixieren, daß er nicht dauernd ausweichen kann. legen Sie dann jeweils eine stabile Schlinge hinter den Fangzähnen um den Ober- und Unterkiefer. Der Helfer kann so den Fang des Hundes durch Zug an den Schlingen öffnen. Ist die Maulhöhle weit geöffnet dann kann zur Sicherheit noch ein stabiles Holzstück (niemals Metall) zwischen die Backenzähne geschoben werden, damit der Hund das Maul nicht plötzlich schließen kann. Sollten all Ihre Bemühungen nicht fruchten oder sehen Sie in der Mundhöhle Verletzungen durch den Fremdkörper sollten Sie den Tierarzt aufsuchen. Finden Sie keine Ursache für das merkwürdige Verhalten des Tieres, sollten Sie sicherheitshalber einen Tierarzt noch einmal nachschauen lassen.

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Verätzungen der Maulhöhle:
Hat der Hund Substanzen in die Maulhöhle bekommen; die die Schleimhäute reizen, fängt er meistens an schmatzend zu kauen und zu speicheln. Wenn Sie keinen Fremdkörper feststellen können (wie unter Punkt Fremdkörper in der Mundhöhle beschrieben) nehmen Sie eine Spülung der Maulhöhle mit viel Wasser vor. Der Kopf des Hundes sollte leicht nach unten geneigt sein, damit das Wasser aus dem Fang ablaufen kann. Verätzungen der Haut werden mit viel Wasser und einer nicht reizenden Waschemulsion gesäubert(mehrfach waschen).Transport zum Tierarzt.

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Nasenbluten:
Blutungen aus der Nase können verschiedene Ursachen haben. Um dem Hund ein freies Atmen zu gewährleisten, darf er nicht zugebunden werden! Tupfen Sie zunächst mit einem sauberen Tuch die Nasenlöcher des Hundes ab, damit Sie feststellen können, ob die Blutung aus beiden oder nur aus einem Nasenloch kommt. Außerdem können Sie so sehen, ob eine Verletzung des Nasenspiegels die Blutung verursacht oder ob die Blutung wirklich aus dem Inneren der Nase stammt. Handelt es sich um eine äußere Verletzung des Nasenspiegels, die ganz erheblich bluten kann, so legen Sie dem Hund einen Eisbeutel auf den Nasenrücken und drücken mit einer sterilen Wundkompresse oder einem sauberen Tuch fest auf die blutende Verletzung, bis die Blutung steht. Der Hund sollte dabei und auch nachdem die Blutung gestoppt worden ist möglichst ruhig gehalten werden, damit keine aufregungsbedingte Kreislaufanregung die Blutung verstärkt oder sie wieder neu beginnen laßt.
Ist keine äußere Verletzung feststellbar beruhigen Sie das Tier und legen ihm nur einen Eisbeutel auf den Nasenrücken.
Nasenbluten kann sehr gefährliche Ursachen haben. Vergiftungen mit Rattengift, schwerste Entzündungen der Nasenhöhle oder Tumoren können auch hinter einem Nasenbluten stehen.
Wenn die Blutung aus dem Inneren der Nase kommt, sie sehr stark ist und der Hund häufiger Blutungen hat, oder wenn sich die Blutung nicht stillen 1äßt,sollten Sie unbedingt einen T i e r a r z t aufsuchen. Es ist sehr hilfreich, wenn Sie dem Tierarzt mitteilen können, aus welchem Nasenloch die Blutung kam.
Beruhigung des Tieres
Auflegen eines Eisbeutels
Tuch oder Wundkompresse fest auf eine äußere Verletzung drücken.
Eventuell Transport zum Tierarzt

Top
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