[ Erste-Hilfe Einleitung ] [ Erste-Hilfe Fiebel Teil 1 ] [ Erste-Hilfe Fiebel Teil 3 ]

[Offene Verletzungen d. Brustkorbes] [Perforirende Verletzungen des Bauchraumes]
[Stumpfe Verletzungen] [Stumpfe Verletzungen des Bauchraumes]
[Stumpfe Verletzungen des Brustkorbes] [Stumpfe Verletzungen des Bauchraumes]
[Prellungen und Blutergüsse] [Verstauchungen/Verrenkungen]
[Ausgerenkte Gelenke] [Knochenbrüche (Frakturen)] [Geschlossene Knochenbrüche]
[Kieferbrüche] [Schädelbrüche] [Wirbel- und Beckenbrüche]
[Brüche der oberen Gliedmaßen] [Brüche der unteren Gliedmaßen] [Anlegen einer Beinschiene]
[Gedeckte Rippenbrüche] [Offene Knochenbrüche] [Offene Gelenkverletzungen]
[Schock] [Bewußtlosigkeit]

Offene Verletzungen des Brustkorbes

Durch offene Verletzungen des Brustkorbes wird das Unterdrucksystem, das die Atmung erst ermöglicht, ausgeschaltet. Wenn der Brustkorb durch die Tätigkeit des Zwerchfells und der Zwischenrippenmuskulatur weit gestellt wird, strömt automatisch Luft über die Luftröhre in die Lunge. Befindet sich aber im Brustkorb ein Loch, kann die Luft hierdurch leichter in den Brustraum gesaugt werden, als durch die Luftröhre, die Lungen füllen sich nicht mehr richtig. Der Hund zeigt in so einem Zustand eine sehr schnelle und angestrengte Atmung. Man erkennt diese Verletzungen daran, daß im Atemrhythmus Luft, oft mit einem schlürfenden Geräusch durch die Wunde ein- und ausströmt. Ziel der ERSTEN HILFE ist das Abdichten dieser Öffnung.

Das Tier sollte die Position einnehmen dürfen, in der es am besten Luft bekommt häufig im Stehen oder Sitzen mit abgespreizten Ellbogen. Kann der Hund nicht mehr stehen, lagern Sie ihn auf die gesunde Seite mit erhöhter Position des Kopfes. Daß ein Tier in einer solchen Situation nicht zugebunden werden darf, ist einleuchtend! Man wartet den Moment ab, in dem der Hund ausgeatmet hat und legt schnell eine gut mit Wasserstoffsuperoxyd 3%ig - befeuchtete, sterile Wundkompresse auf die Öffnung. Darauf legt man, so vorhanden, eine Folie zur besseren Abdichtung. Diese Abdichtung kann mit breiten, elastischen Binden um den Brustkorb fixiert werden (wohl dosierter Druck! ,nicht zu fest: Behinderung der Atmung, nicht zu locker: keine Abdichtung). Sollte das nicht möglich sein muß eine Hilfsperson auf dem Weg zum Tierarzt die Abdichtung festhalten, ggf. nach Verrutschen neu anlegen. Der Hund muß auf dem schnellsten Weg zum T i e r a r z t gebracht werden.

  • Ruhiges Vorgehen, den Hund nicht noch mehr aufregen
  • Der Hund sucht die bequemste Position, oder Seitenlage mit erhöhtem Kopf
  • Wundkompresse: gut befeuchtet mit Wasserstoffsuperoxyd 3%ig
  • Folie darüber legen
  • Fixation mit breiten elastischen Binden, oder Festhalten der Abdichtung
  • Sofortiger Transport zum Tierarzt
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    Stumpfe Verletzungen des Brustkorbes

    Das Problem bei diesen Verletzungen besteht darin, daß man sie nicht sehen kann und, daß der Zustand des Tieres innerhalb kurzer Zeit sehr viel schlechter werden kann. Durch einen Schlag, einen Autounfall oder durch einen Sturz aus entsprechender Höhe kommt es zu einem plötzlichen Druckanstieg im Brustraum. Die Luft in der Lunge und den Bronchen wird stark zusammengedrückt und kann diese zum Platzen bringen. Auch hierbei wird das Unterdrucksystem, das die Atmung ermöglicht, erheblich gestört - es stellt sich eine schnelle und flache Atmung ein, das Tier atmet pumpend.

    Wenn das Tier in keinem Schockzustand ist
    (dann Behandlung wie unter Punkt Schock, Sie sollten es die Position einnehmen lassen, die es selber wählt.


    umgehender Transport zum Tierarzt

    Wenn es bei diesem Unfall zum Platzen des Herzbeutels oder zum Riß der Herzmuskelwand gekommen ist, können Sie in letzterem Fall den Hund nicht mehr retten - er verblutet innerhalb weniger Minuten. Beim Herzbeutelriß sind nicht immer eindeutige Symptome sichtbar.

    Bringen Sie deshalb jeden Unfallhund immer zum Tierarzt. Er muß vor allem abklären, ob es zu Verletzungen im Brust- und/oder Bauchraum gekommen ist.
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    Perforierende Verletzungen des Bauchraumes

    Auch diese Verletzungen müssen als sehr gefährlich eingestuft werden, da die inneren Organe des Bauchraumes in Mitleidenschaft gezogen sei konnten. Außerdem besteht immer die Gefahr einer Infektion, wobei es zu

    einer lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung kommen kann. Da die Bauchwand aus mehreren Schichten besteht (Haut, Unterhaut, mehrere Muskelschichten), die sich gegeneinander verschieben können, kann man ohne fachkundige Untersuchung oft nicht sagen, ob eine Verletzung im Bereich des Bauches die Bauchhöhle eröffnet hat. Nicht immer sind innere Organe sichtbar. Deshalb muß jede Verletzung im Bereich des Bauches (und natürlich auch im Bereich der Flanken) von einem Tierarzt untersucht werden.

    Die ERSTE HILFE beschränkt sich auf ein Abdecken der Wunde mit einer gut befeuchteten Wundkompresse. Selbstverständlich darf der Hund die Wunde nicht belecken.

    Sollten Teile innerer Organe, z.B. Darmabschnitte aus der Wunde hervorgetreten sein, darf das Tier auf gar keinen Fall an den Organteilen lecken oder knabbern. Da oft Haare und Schmutzpartikel auf der feuchten Organoberfläche kleben bleiben, versuchen Sie niemals diese Organteile einfach wieder in den Bauch zurück zu schieben. Es wird immer nur mit einer gut befeuchteten Wundkompresse abgedeckt, um weitere Verschmutzung und Austrocknung zu verhindern.

    Sehr große Verletzungen lassen sich gut mit einem frisch gebügelten, angefeuchteten Geschirrtuch abdecken (mit Wasserstoffsuperoxyd 3%ig oder abgekochtem Wasser - abgekühlt! ).

    Ist es zu schweren inneren Blutungen gekommen (bei Blutgefäß-, Leber- und Milzverletzungen) sind Schocksymptome festzustellen.

    • Abdecken mit sterilen, gut an4efeuchteten Wundkompressen oder mit einem frisch gebügelten Geschirrtuch ( angefeuchtet mit Wasserstoffsuperoxyd oder abgekühltem, abgekochtem Wasser)
    • bei Schock : wie unter Punkt Schock
    • sofortiger Transport zum Tierarzt

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    Stumpfe Verletzungen des Bauchraumes

    Stumpfe Verletzungen des Bauchraumes können äußerst gefährlich sein. Das Problem ist zunächst, daß man sie nicht sehen kann. Bei einem Unfall, einem Schlag oder gar bei einem Tritt gegen den Bauch können innere Organe verletzt werden. Auch bei einem breitflächigem Aufprall, z.B. beim Sturz aus dem Fenster kann es zu einem plötzlichen Druckanstieg im Bauchraum führen.

    Das kann böse Konsequenzen haben:

    • Leber- und Milzgewebe ist nicht besonders stabil: es reißt! Dadurch kommt es zu lebensgefährlichen inneren Blutungen
    • der gefüllte Magen kann platzen : lebensgefährlicher Schock!
    • die gefüllte Blase kann platzen : Schmerzen, kein Urinabsatz!
    • das Zwerchfell kann reißen : Bauchorgane fallen in den Brustraum vor und behindern z.T. erheblich die Atmung des Tieres

    Bei schweren inneren Blutungen stellt sich innerhalb unterschiedlich langer Zeit ein Schockzustand ein - je nachdem wie groß die Blutung ist.

    ERSTE HILFE wie unter Punkt Schock

    Bei geplatztem Magen verlaufen die Krankheitsanzeichen sehr stürmisch. Bringen Sie den meistens stöhnenden Hund in Schocklage und bringen Sie ihn unverzüglich zum Tierarzt.

    Bei geplatzter Blase bringen Sie den Hund sofort zum Tierarzt - Sie können nicht helfen.(Es sind meistens Rüden, bei denen die Blase reißt, da sie im Vergleich zu Hündinnen eine relativ lange und dünne Harnröhre besitzen, durch die bei plötzlichem Druckanstieg der Urin nicht schnell genug ablaufen kann).

    Bei gerissenem Zwerchfell sollte der Hund die Position einnehmen können, in der er am besten Luft bekommt. zwingen Sie ihn nicht, sich hinzulegen, wenn er sich dagegen wehrt.
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    STUMPFE VERLETZUNGEN

    Prellungen und Blutergüsse

    Diese Art von Verletzungen, durch einen stumpfen Schlag hervorgerufen, ist von außen lediglich daran zu erkennen, daß bei Berührung oder vorsichtigem Abtasten Schmerzen ausgelöst werden können und eventuell eine Schwellung entsteht. Ob es sich nur um eine Prellung handelt ist äußerlich nur sehr schwer feststellbar. Muskeln und Nerven in der Tiefe könnten geschädigt sein, sogar ein versteckter Knochenbruch ist nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Ein in der Tiefe liegender Bluterguß ist kaum sichtbar. Ein oberflächiger Bluterguß ist an einer rotviolett verfärbten Haut festzustellen.

    Sind die Beschwerden relativ groß, muß ein T i e r a r z t die Verletzung untersuchen, Die wirkungsvollste ERSTE - HILFE - Maßnahme besteht darin, daß schmerzende Körperteil möglichst ruhig und bequem zu lagern und einen Eisbeutel zur Kühlung aufzulegen.

    • Ruhige und bequeme Lagerung
    • Eisbeutel oder feucht - kalte Umschläge
    • Transport zum Tierarzt

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    Verstauchungen / Verrenkungen

    Alle Gelenke des Körpers können betroffen sein, am häufigsten sind sie jedoch an den Gliedmaßen anzutreffen. In der Regel sind unterschiedlich starke Lahmheiten die Folge. Um das betroffene Gelenk ausfindig zu machen, muß eine vorsichtige Untersuchung vorgenommen werden. Der Hund wird dazu auf die gesunde Seite gelegt. Eine Hilfsperson ergreift das unten liegende Gliedmaßenpaar und hält es bestimmt am Boden fest, um ein Aufspringen des Hundes zu verhindern. Eine Person am Kopf sollte den Hund beruhigen.

    Die Lahmheitsuntersuchung wird von unten nach oben systematisch durchgeführt, indem jedes einzelne Gelenk, angefangen an den Zehengelenken gebeugt und gestreckt. Werden ein oder mehrere schmerzhafte Gelenke gefunden, so werden sie mit einem Eisbeutel oder feucht - kalten Umschlägen gekühlt. Ob Schlimmeres geschehen ist, z.B. Bänderverletzungen, muß der T i e r a r z t untersuchen.

    • Keine weitere Belastung für dieses Gelenk
    • Kühlung mit Eisbeute oder feucht - kalten Umschlägen
    • Transport zum Tierarzt

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    Ausgerenkte Gelenke

    Eine abnorme Stellung eines Gelenkes und eine hochgradige Lahmheit sind die äußeren Anzeichen ausgerenkter Gelenke. Häufig sind auch Blutergüsse und schnell einsetzende Schwellungen zu beobachten. Bei ausgerenkten Kiefergelenken kann der schief erscheinende Fang nicht mehr geschlossen werden. Ausrenkungen im Bereich der Wirbelsäule oder des Kreuz - Darmbeingelenkes im Becken sind selten äußerlich sichtbar, verursachen z.T. aber starke Schmerzen und Funktionsausfälle (aufgekrümmter Rücken, Lahmheit, Lähmungserscheinungen). Fast immer sind die Gelenkkapsel und die Bänder überdehnt, an oder abgerissen.

    Das betroffene Gelenk wird möglichst nicht bewegt; unter gar keinen Umständen sollte versucht werden, das Gelenk einzurenken! Eine weiche stabile Lagerung auf dem Transport vermindert die Schmerzen. Unterpolstern Sie eine betroffene Gliedmaße (unterlegen von Kissen oder Dekken). Eine gute Kühlung mit Eisbeuteln oder feucht - kalten Umschlägen sollte unbedingt durchgeführt werden, da hierdurch Schwellungen verzögert werden - die Arbeit des T i e r a r z t e s wird erheblich erleichtert.

    • stabile weiche Lagerung
    • Unterpolstern von Gliedmaßen
    • Kühlung mit Eisbeutel oder feucht - kalten Umschlägen
    • sofortiger Transport zum Tierarzt

    Vermuten Sie Ausrenkungen der Wirbelsäule, transportieren Sie die oft noch laufenden Hunde mit größter Behutsamkeit (nicht ins oder aus dem Auto springen lassen). Kann das Tier nicht mehr stehen, transportieren Sie es am besten auf einer festen Unterlage. Findet sich nichts geeignetes, müssen mehrere Personen das Tier gleichzeitig hochheben und stabil gelagert ins Auto legen. Sofortiger Transport zum Tierarzt.

    • vorsichtiger Transport (feste Unterlage, mehrere Hilfspersonen)
    • sofortiger Transport zum Tierarzt

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    Knochenbrüche (Frakturen)

    Geschlossene Knochenbrüche

    Knochenbrüche sind sehr schmerzhafte Verletzungen, da die Bruchenden, die in der Regel sehr spitz sind, oft in das umliegende Gewebe gebohrt sind. Sehr schnell entstehen auch schwere Blutergüsse durch das blutende Knochenmark und verletzte Blutgefäße - Schwellungen sind das Resultat. ES kommt immer zu mehr oder weniger starken Funktionsausfällen des betroffenen Körperteils. Die häufigsten Knochenbrüche ereignen sich an den Gliedmaßen - hochgradige Lahmheiten, bei denen das Tier z.T. gar nicht mehr auftritt sind die Folge. Knochenbrüche des Kiefers verursachen neben Schmerzen und Schwellungen oft ein "Nicht mehr passen" der Zähne, so daß die Kiefer nicht mehr richtig geschlossen werden können. Meistens halten die Tiere den Fang leicht geöffnet.

    Schädelbrüche sind nicht immer direkt zu sehen. Ist die Kopfform asymmetrisch oder erscheint eine Schädelpartie eingedrückt, liegt der Verdacht allerdings sehr nahe.

    Symptome die auf einen Schädelbruch hinweisen:

    • Blutungen aus den Ohren, Augen und Nase
    • Austritt von klarer, leicht gelblicher Flüssigkeit aus Ohren, Augen oder Nase (Gehirnflüssigkeit)
    • ein oder beide Augen werden aus ihren Höhlen herausgedrückt
    • Bewußtlosigkeit

    Wirbelfrakturen sind auch nur sehr schwer äußerlich feststellbar.

    Der von außen her sichtbare Funktionsausfall kann sehr stark variieren. Ist der Bruch nicht gravierend verschoben, können ein aufgekrümmter Rücken, verspannte Rückenmuskulatur und ein vorsichtiges verspanntes Laufen die einzigen Symptome sein (vorläufig). Ist der Bruch allerdings stark verlagert, kann das Rückenmark abgequetscht worden sein, was eine Komplette Lähmung des Körpers hinter(vom Kopf aus gesehen) der Verletzung hervorruft. Verschiedene Zwischenstadien sind möglich.
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    Grobe Lokalisation der Wirbelsäulenverletzung:

    • nur Lähmungserscheinungen der Hintergliedmaßen
    • hintere Brustwirbelsäule
    • Lendenwirbelsäule
    • leichte Verletzungen der Halswirbelsäule
    • Lähmungen der Vorder- und Hintergliedmaßen
    • Halswirbelsäule

    ! Immer auf ein klares Bewußtsein und Ansprechbarkeit des Tieres achten. Es können sonst auch Schädel- bzw. Gehirn Verletzungen und Bewußtlosigkeit anderer Ursache dahinter stecken.

    Bei geschlossenen Frakturen ist immer die Haut unverletzt, es sind keine Knochenanteile oder Blutungen zu sehen. Eine unnatürliche Abwinkelung der Gliedmaße kann beobachtet werden. Hochgradige Lahmheiten mit Schwellungen und Schmerzen sind immer verdächtig für eine Fraktur.

    Die ERSTE HILFE für ein so verletztes Tier besteht immer zunächst darin, daß es sofort ruhig gehalten werden muß, damit es sich nicht durch Verschiebung der Knochenenden noch mehr verletzt.

    !!! Es werden nur Knochenbrüche unterhalb des Ellbogen- und unterhalb des Kniegelenkes geschient. Schienungen eines Oberarm und Ober- Schenkelbruches oder z.B. einer Wirbelverletzung sind nicht möglich. Überzeugen Sie sich zunächst davon, daß es sich nicht um einen offenen Knochenbruch handelt.
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    Knochenbrüche im Bereich der Kieferknochen:

    • Transport zum Tierarzt.

    Schädelbrüche:

    vorsichtige Seitenlage und schnellster Transport zum Tierarzt.

    Sollte das Tier bewußtlos sein, oder auf dem Transport werden, muß vor allem für eine freie Atmung gesorgt werden. Der Kopf wird gestreckt, der Fang wird geöffnet und die Zunge wird herausgezogen -Atmung kontrollieren.

    bei Anzeichen von Schock : Siehe unter Schock


    Wirbel- und Beckenbrüche:

    der Hund wird vorsichtig auf eine flache, feste Unterlage gelegt, ohne daß dabei der Rücken stark bewegt wird (Korb oder Brett).Eventuell ist es nötig das Tier festzubinden (nicht direkt über der vermuteten Bruchstelle oder über dem Hals - Atmung nicht behindern). Schnellster Transport zum Tierarzt.

    Brüche der oberen Gliedmaßen:

    Schulterblatt, Oberarm, Oberschenkel Der Hund sollte, wenn möglich auf die gesunde Seite gelegt werden und komfortabel gelagert zum Tierarzt gebracht werden. Die vermutete Stelle kann mit einem Eisbeutel gekühlt werden.

    Brüche der unteren Gliedmaßen:

    Stellen Sie eine stark veränderte Form oder Abwinkelung des Beines fest, oder zeigt der Hund starke Schmerzen beim Versuch das Bein zu schienen, lassen Sie das Bein in Ruhe !! .Betten Sie das Bein auf einer weichen Unterlage (Handtuch, Decke etc.), damit es möglichst ruhig liegt und die Schmerzen nicht größer sind, als unbedingt nötig. Wenn der Hund sich eine Kühlung mit einem Eisbeutel gefallen läßt, können dadurch Schmerzen und Schwellungen gelindert werden.

    • Transport zum Tierarzt.

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    Anlegen einer  Beinschiene

    Das Ziel einer Schienung ist das Ruhigstellen  des Bruches, keinesfalls den gebrochenen Knochen einzurichten! Zeigt der Hund starke Schmerzen dabei, brechen Sie Ihr Vorhaben ab und betten Sie das verletzte Bein vorsichtig während des Transportes auf einer weichen  Unterlage.

    Zur Schienung eignen sich verschiedene Materialien : Pappe, Zeitungen, Holzstäbe etc., die an dem verletzten Bein  angelegt werden und nicht zu fest umklebt oder umwickelt werden. Beim Transport des Hundes sollte auch das geschiente Bein unterstützt werden und nicht hin und  her baumeln.

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    Gedeckte Rippenbrüche

    Bei Frakturen der Rippen ist immer damit zu rechnen, daß die Brusthöhle eröffnet worden ist. Wenn man im Bereich der Rippen eine Vorwölbung der Haut feststellt, die sich beim Ausatmen vorwölbt (aufbläst) und beim Einatmen zurückbildet, gelangt aus dem Brustraum Luft unter die Haut ist der Brustraum eröffnet. Es entstehen ähnliche Probleme, wie bei offenen Brustraumverletzungen

    Das Tier sollte beruhigt werden, es hat sowieso schon Probleme zu atmen. Als ERSTE HILFE - Maßnahme wird ein weiches zusammengefaltetes Tuch (Handtuch, Mütze) direkt auf die Vorwölbung gelegt. Mit mäßig festem Druck werden ,wenn möglich breite, elastische Binden (zur Not Stoffstreifen oder ein Schal) um den Brustraum des Hundes gewickelt. Steht kein Material zur Verfügung, wird das Tuch mit der Hand festgehalten. Auf diese Weise erleichtern Sie dem Tier die Atmung.

    • weiches Polster auf die Vorwölbung
    • breite, elastische Binden um den Brustkorb
    • Transport zum Tierarzt

    Sollte es zu Verletzungen und Blutungen der Lunge gekommen sein, besteht zunehmend größer werdende Atemnot. Lassen Sie den Hund die Position einnehmen, in der er am besten atmen kann, er sucht sie sich meist selber. Zwingen Sie ihn nicht, sich in Seitenlage hinzulegen, wenn er sich dagegen wehrt. Sollte er nicht mehr stehen können, legen Sie ihn auf die gesunde Seite mit erhöht gelagertem Kopf.
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    Offene Knochenbrüche

    Man erkennt diese Verletzungen leicht daran, daß die Haut über der Bruchstelle verletzt ist. Dies geschieht entweder durch Gewalteinwirkung von außen, oder durch die spitzen Knochenenden, welche die Haut durchstoßen haben. Gelegentlich sind auch Knochenteile, die sich durch die Haut gebohrt haben zu sehen. Sie müssen bei der ERSTEN HILFE vor allem der drohenden Infektionsgefahr vorbeugen. Die offene Wunde wird mit sterilen Wundkompressen abgedeckt, die gut mit Wasserstoffsuperoxyd 3%ig getränkt werden (desinfizierend, verhindert ein Austrocknen der Gewebeteile).Verwenden Sie keine anderen Desinfektionsmittel, Salben oder Sprays!!! (höchstens abgekochtes, abgekühltes Wasser). Versuchen Sie keine Verbände anzulegen oder zu schienen. Lagern Sie die verletzte Gliedmaße nur weich und stabil, ohne sie dabei stark zu bewegen und suchen Sie sofort Ihren Tierarzt auf.

    sterile Wundkompressen
    gut mit Wasserstoffsuperoxyd 3%ig tränken
    weiche, stabile Lagerung

    Offene Gelenkverletzungen

    Offene Verletzungen der Gelenke entstehen entweder durch Gewalteinwirkung von außen (auch Bißverletzungen, Stich- und tiefe Schürfverletzungen) oder durch offene Frakturen der Knochen, die ein Gelenk bilden. Wenn Sie die Wunde untersuchen, können Sie eine klare, fadenziehende Flüssigkeit finden: Gelenkschmiere.

    Das Tier darf das Bein unter keinen Umständen mehr belasten. Durch Be- und Entlastung des Gelenkes kommt es zu einem Saug- bzw. Pumpeffekt. Gelenkschmiere wird aus dem Defekt herausgedrückt und wieder in das Gelenk zurück gesaugt. Schmutz und Infektionserreger gelangen so tief in das Gelenk.

    Die ERSTE HILFE besteht zunächst im Ruhigstellen der betroffenen Gliedmaße. Decken Sie mit sterilen Wundkompressen die Verletzung ab, und befeuchten Sie sie dann mit Wasserstoffsuperoxyd 3%ig

    Auf dem Transport zum Tierarzt betten Sie den Hund weich und stabil.

    • Ruhig stellen, keine weitere Belastung
    • sterile Wundkompressen
    • gut mit Wasserstoffsuperoxyd 3%ig tränken
    • weich und stabil lagern, Bein unterpolstern
    • Transport zum Tierarzt

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    Schock

    Der Schock ist ein lebensbedrohlicher Zustand !!!

    Sein Erkennen und seine vorrangige Behandlung müssen bei der ERSTEN HILFE immer an erster Stelle stehen. Wenn Sie einen Schockzustand festgestellt haben, ignorieren Sie vorläufig alle anderen Verletzungen.

    Eile ist geboten !

    Beim Schock kommt es zu schwerwiegenden Störungen des Blutkreislaufs. Lebenswichtige Organe, wie Gehirn, Brust- und Bauchorgane werden nicht mehr ausreichend durchblutet und können schwersten Schaden nehmen.

    Was verursacht einen Schock ?

    größere Blutgegäße, wie z.B. bei inneren Blutungen oder massiven äußeren Verletzungen, entziehen dem Blutgefäßsystem einen großen Teil des Blutvolumens.(ca. 8% des Körpergewichtes).

    Verluste von Blutflüssigkeit (Serum),bei Vergiftungen die das Blutgefäßsystem "undicht" machen.
    9großflächige Hautdefekte und vor allem Verbrennungen "schwitzen" erhebliche Mengen an Serum aus.
    schwere, allergische Reaktionen, z.B. Insektenstiche, Eiweißhaltige Medikamente (Impfstoffe, Immunseren etc.) und andere Substanzen. =anaphylaktischer Schock.
    Gehirnfunktionsstörungen, wie z.B. bei Schädelverletzungen oder Vergiftungen.
    starke Schmerzen.
    Extreme psychisch Belastungen (schlimme Unfälle oder Beißereien).

    Bei jedem verletzten oder erkrankten Tier besteht die Möglichkeit einer

    Entwicklung zum Schockzustand ! ! !

    Wie erkennt man einen Schock ?

    Schockzustände gibt es in verschiedenen Graden. Die Symptome können einzeln oder in Kombination auftreten.
    Der Hund macht einen leicht abwesenden und geschwächten Eindruck, sofern er bei Bewußtsein ist. Er kann auch etwas unsicher oder taumelnd laufen. Bei schweren Schockzuständen können die Tiere zusammenbrechen oder auch bewußtlos sein.
    Häufig ist Zittern, oder ein Zustand, wie bei Schüttelfrost zu beobachten (der Hund friert !).
    Die äußeren Körperteile, wie Ohren, Pfoten und Schwanzspitze fühlen ich kalt an.
    Die Atmung ist flach und beschleunigt (entweder Hecheln oder schnelle Atmung bei geschlossenem Fang).
    Die sichtbaren Schleimhäute sind blaß, fast weiß. (Zunge, Zahnfleisch, Bindehäute). Scheidenvorhof oder Vorhaut) wenn der Hund z.B. am Kopf nicht untersucht werden kann).
    Das Herz schlagt sehr schnell. Wenn Sie den Puls am Innenschenkel (Oberschenkel ) nicht tasten können, fühlen Sie den Herzschlag auf der linken Brustseite 4 - 5 cm hinter dem Ellbogen. Finger zwischen 2. Rippen legen. Zählen Sie 10 Sekunden lang und multiplizieren Sie mit 6.

    ERSTE HILFE beim Schock

    Legen Sie den Hund auf die Seite, möglichst auf eine Decke.
    Strecken Sie seinen Kopf und sorgen Sie dafür, daß er gut atmen kann. Ggf. Öffnen des Fanges und Hervorziehen der Zunge.
    Lagern Sie den hinteren Körperteil und die Beine hoch durch unterlegen von Decken etc.
    Legen Sie eine Wärmflasche, die Sie in ein Tuch wickeln (um Verbrennungen zu vermeiden) vor den Bauch des Tieres.
    Starke sichtbare Blutungen werden gestillt.
    Wickeln Sie den Hund in eine Decke.
    Schnellster Transport zum Tierarzt.
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    Bewußtlosigkeit

    Bewußtlosigkeit kann durch viele Verletzungen, Vergiftungen und Erkrankungen hervorgerufen werden. Um festzustellen, ob das Tier wirklich bewußtlos ist, müssen Sie es näher untersuchen. Die Tiere können zusammengebrochen in verschiedenen Stellungen liegen. Versuchen Sie zunächst den Hund in rechte Seitenlage zu bringen. Überprüfen Sie immer zuerst, ob der Hund noch atmet und ob sein Herz noch schlägt.

    Atmung:

    Ein Heben und Senken des Brustkorbes und / oder des Bauchraumes muß zu sehen sein.

    Normalwerte in Ruhe : mindestens 20 Atemzüge / Minute

    Herztätigkeit:

    Auf der linken Brustseite, 4 - 5 cm hinter dem Ellbogengelenk können Sie die Herzaktionen sehen oder ertasten (2 Finger an dieser Stelle zwischen 2 Rippen legen).

    Normalwerte in Ruhe : großer Hund: 80 Schläge/Min.

    kleiner Hund und Welpe :80- 120 5chläge/Min.

    Werte im Schock beachten !!!

    Sind Atem- und Herzfunktion festgestellt:

    Kopf strecken
    Fang öffnen
    Zunge herausziehen - ggf. den Kopf in dieser Position halten.

    Öffnen Sie dem Hund die Augen und lassen Sie dann die Lider wieder los. Tupfen Sie mit dem Finger an die Augenlider, ob sie bei Berührung zucken (oberflächige Bewustlosigkeit). Auch auf Lichteinfall sollten sich die Pupillen verengen. Zwinkert das Tier nicht, tupfen sie dem Tier auf die Hornhaut. Zwinkert es immer noch nicht ist die Bewußtlosigkeit sehr tief. Auf Lichteinfall bleiben die Pupillen unverändert, meistens weit.

    Sofortiger Transport zum Tierarzt.

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