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Leberentzündung - Hepatitis contagiosa canis (H.c.c.)
Erst 1947 gelang es dem schwedischen Wissenschaftler RUBARTH, die Zusammenhänge der Erkrankung zu klären, deshalb nennt man sie auch die „Rubarthe Krankheit“.
Krankheitserreger: Virus Übertragung: Hund zu Hund, Fuchs zu Hund, Kot, Harn, Speichel oder Gegenstände denen der Krankheitserreger anhaftet Inkubationszeit: Etwa 2 bis 10 Tage
Krankheitsbild: Die ansteckende Leberentzündung tritt vorwiegend bei Junghunden auf, obwohl auch erwachsene Tiere nicht verschont bleiben. Nicht jede Aufnahme der Erreger führt jedoch zu einer Erkrankung. Gewöhnlich beginnt die Erkrankung mit Fieber bis zu 41ºC. Der Hund ist matt, verkriecht sich in Ecken, läßt Futter unberührt und zeigt lediglich Interesse am Wassernapf. Mitunter treten blutige Durchfälle, Anschwellungen des Kopfes oder Rumpfes und häufiges Erbrechen auf. In anderen Fällen kommt es zur Rötung der Lidbindehäute, zu Augenausfluß, Schnupfen und Mandelentzündung. Die Ähnlichkeit der Erscheinungen, die auch bei der Staupe auftreten, machen eine Abgrenzung beider Infektionskrankheiten, auch für den Fachmann schwierig. Kennzeichnend für die Leberentzündung, wenn auch nicht in jedem Fall vorhanden, ist die Schmerzempfindlichkeit des Leibes, vor allem beim Abtasten des Brustbeines und seiner Umgebung. Die Scherzen werden durch den Druck auf die geschwollene Leber ausgelöst. Auch einseitig oder auf beiden Augen können milchig-weiße Trübungen der gesamten Hornhaut auftreten. Diese Trübungen bilden sich für gewöhnlich im laufe der Krankheit zurück und hinterlassen keine bleibenden Schäden. Bei jungen Hunden verläuft die Krankheit oftmals derart schnell und heftig, daß die geschilderten Symptome garn nicht erst entwickeln. Innerhalb weniger Stunden können bereits Todesfälle auftreten. Sind mehrere Welpen eines Wurfes betroffen, kann es leicht den Anschein einer Vergiftung erwecken, wenn Krämpfe das einzige Krankheitssymptom darstellen. Die ersten 24 bis 48 Stunden gelten als die kritische Phase der Erkrankung, nach deren Überstehen sich die Heilungsaussichten etwas bessern. Ein chronischer, sich über Wochen hinziehender Verlauf ist häufiger bei erwachsenen Tieren zu erwarten, wobei sich Abmagerung und Kreislaufschwäche einstellen können. Eine ursächliche Behandlung d.h. eine, die sich gegen die Erreger der Krankheit richtet, gibt es (mit Ausnahme der Serumbehandlung) nicht. Dennoch wir der Tierarzt in den meisten Fällen eine Behandlung gegen die mit den Vieren eingedrungenen Bakterien durchführen, um den Heilungsprozeß zu beschleunigen.
Hinweise: Größte Sauberkeit, Desinfektion des Zwingers (Wohnraumes) und der Liegestätten mit Kresolseifenlösung oder Natronlauge sowie Absonderung kranker Tiere sind unerläßlich, um eine weitere Verbreitung oder Verschleppung der Krankheit zu vermeiden. Auf keinen Fall sind alkoholische Getränke zu geben, die von vielen Hundebesitzern als Allheilmittel bei Infektionen betrachtet werden. Alkohol stellt für die Leber ein Zellgift dar und würde den Krankheitszustand nur verschlimmern. Schmerzlindernd wirken warme Umschläge auf die Lebergegend. Hilfreich ist die Zugabe von Traubenzucken im Trinkwasser.
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