[ Impfungen ]

Von allen Erkrankungen des Hundes hat der Tollwut seit jeher die größte Aufmerksamkeit gegolten. Schon im Altertum wußte man von den Gefahren, die dem Menschen durch den Biß eines tollwutkranken Hundes drohen. An der Gefährlichkeit dieser Krankheit hat sich seitdem nichts geändert.

Krankheitserreger: Virus, mit der Neigung sich im befallenen Organismus an die Nervensubstanz zu binden.
 
Übertragung: Die Tollwut ist keineswegs eine ausschließliche Hundekrankheit, neben anderen Haustieren, wildlebenden Tieren (Fuchs) und Nutztieren (Schafe...), ist besonders der Hauskatze Aufmerksamkeit zu widmen, die sich im Freien aufhalten können.
Empfänglich für Tollwut sind im übrigen alle Warmblüter.

Inkubationszeit: zwischen 2 bis 6 Wochen. Aus der Literatur sind jedoch Fälle bekannt in denen mehrere Monate vergingen bis es zum Ausbruch der Krankheit kam.
Schon während der Inkubationszeit, kann der Speichel des Hundes ansteckungsfähig sein!
 
Krankheitsbild: Bei einer charakteristisch verlaufenden Tollwut lassen sich beim Hund drei Krankheitsstadien unterscheiden.

  • 1. Melancholische Staqdium (Vorläuferstadium)
  • 2. Erregerstadium
  • 3. Lähmungsstadium
  • 1. Das melancholische Staqdium beginnt mit der Veränderung des Wesens und Benehmen des Hundes. Unterschiedliches Fressverhalten wie Appetitlosigkeit bis hin zum Allesfressen (sogar Steine Nägel Glas) konnen auftreten. Agressivität oder besondere Anschmiegsamkeit können Auftreten. Es stellt sich zunehmender Speichelfluss ein. Schreckhaftigkeit vor Geräuschen und Berührung die dazu führen nahe stehende Personen zu beissen, leiten schon das zweite Stadium der Krankheit ein.

    2. Im Erregerstadium verstärken sich die geschilderten Symtome. Tobsuchtanfälle wechseln mit Depressionszuständen ab. Durch Schielen sowie durch das Vorfallen des dritten Augeblides (Nickhaut) erhält der Hund einen lauernden Ausdruck. Das Bellen wird durch eine Kehlkopflähmung heiser. Der Hund ist in in dieser Phase unberechenbar und gefährlich. Trotz ausgeprägten Durstes vermag der Hund nicht zu trinken, des treten Schlingkrämpfe auf oder die Schlundlähmung verhundert das Abschlucken.

    3. Im Lähmunsstadium nehmen die Erregungszustände ab. Mit fortschreitenden Lähmungserscheinungen wird das Tier immer Matter. Schliesslich ist der Hund nicht mehr in der Lage sich zu bewegen und geht an Kreislaufschwäche oder Atemlähmung zugrunde.

    Hinweise: Die Krankheitsdauer beträgt in den seltensten Fällen mehr als eine Woche.
    Von dem geschilderten Krankheitsbild gibt es zahlreiche und auch uncharakteristische Verlaufsformen, deren Erscheinungen oftmals übersehen oder falsch gedeutet werden und damit sehr gefährlich sind.
    - Die Tollwut ist eine Anzeigepflichtige Seuche-

    Vorbeugung:
    Die Schutzimpfung ist der einzig wirksame Schutz vor Tollwut.
     

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