[ Begriffe ]

Weitere Eigenschaften und Schlagworte

[ Mut ] [ Kondition ] [ Ausdauer ] [ Temperament ] [ Reizschwelle ] [ Konstitution ]
[ Schärfe ] [ Härte ] [ Weichheit ] [ Meideverhalten ]
[ Führigkeit ] [ Unterordnungsbereitschaft ]

Mut ist eine subjektive Betrachtungsweise.
Die Grundlagen des "mutigen" Verhaltens des Hundes bilden seine Wesensverfassung und seine Triebveranlagung, d.h. innere Sicherheit, Unerschrockenheit und Furchtlosigkeit, ausgeprägter Kampftrieb, eine gewisse Härte und die erwünschte Schärfe. Mut ist die Fassung des Gemüts, Gefahren mit Überlegung zu übernehmen. Nach Kant muß also eine psychologische Kraft dem Selbsterhaltungstrieb entgegenwirken, damit ein Lebewesen auf eine Gefahr muthaft reagiert.

Die Kondition ist durch Training erreichbar

Die Ausdauer beschreibt die Eigenschaft Triebhandlungen zu Ende zu führen, ohne sich ablenken zu lassen und ohne rasch zu ermüden. Außerdem körperliche und psychische Anstrengungen ohne offensichtliche Ermüdungserscheinungen durchzustehen.

Das Temperament bezeichnet die Psychische Beweglichkeit und Reaktionsintensität auf die verschiedenen Umweltreize. Die Fähigkeit, Umweltreize rasch aufzunehmen und durch Handlungen zu beantworten, sowie sich bei geänderten Situationen rasch zurechtzufinden, in Verbindung mit einer lebensbejahenden Grundtendenz.
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Die Reizschwelle bezeichnet die Stärke / Intensität eines Reizes. Hat dieser Reiz eine bestimmte Intensität, einen bestimmten Schwellenwert erreicht, wird er wirksam - und löst im Nervensystem die entsprechende Reaktion aus.

Die Konstitution äußert sich in der Reaktionsbereitschaft des Hundes. Sie bildet u.a. die Grundlage des Temperamentes, der Härte (Belastbarkeit) bzw. Weichheit und der Ausdauer.

Die Schärfe ist die Eigenschaft des Hundes auf scheinbare oder tatsächliche Bedrohungen aggressiv zu reagieren.
Allgemein:
Ein Scharfer Hund ist einer, bei dem die Hemmzentralen des Nervensystems zu schwach entwickelt sind, um die angeborene Aggressions - Impulse einzudämmen. Also: in jedem Fall eine negative Eigenschaft (Nervenschwäche).
Wir unterscheiden zwischen unerwünschter und erwünschter Schärfe. Die unerwünschte Schärfe ist abzulehnen. Sie begründet sich im Fluchttrieb und kombiniert mit Furchtsamkeit und Ängstlichkeit führt sie schnell zu den unerwünschten Angstbeissern. Die erwünschte Schärfe basiert auf dem Geltungstrieb und dem Kampftrieb, kombiniert mit Unerschrockenheit und einer angeborenen, leicht reizbaren, feindseligen Grundstimmung.
Funktionskreis: Geltungstrieb.
Auslösbarkeit: Schon durch leichte tatsächliche oder scheinbare Bedrohungen
Triebziel:
Sich der Bedrohung zu entziehen. = Unerwünschte Schärfe
Meideverhalten beim Bedroher zu erreichen. = Erwünschte Schärfe
Wichtig: (Schutzhundausbildung/ erwünschte Schärfe, gepaart mit gesundem Aggressions- und Dominanzverhalten ist Voraussetzung für ernsthafte und druckvolle Kampfhandlungen/Griffqualität). Unerwünschte Schärfe ist nicht mit Mut zu verwechseln.
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Die Härte ist die Fähigkeit unlustvolle Empfindungen und Erlebnisse hinzunehmen, ohne sich im Moment oder auf die Dauer wesentlich beeindruckt zu zeigen.

Der weiche Hund dagegen wird sich durch unlustvolle Erlebnisse stark und nachhaltig beeindrucken lassen.

Das Meideverhalten äußert sich durch Flucht, Deckung nehmen oder Verkriechen, Demut- und Unterwerfungsgesten, usw. , und wird bei dem nervenschwachen Hund überwiegen. (Schutzhundausbildung/ der Helfer sollte den Hund nicht ins Meideverhalten bingen, sondern genau abschätzen in wie weit der Hund belastbar ist.

Die Führigkeit ist die Bereitschaft, sich in die Meutegemeinschaft einzuordnen und dem Ranghöheren (Hundeführer) zu gehorchen. (Schutzhundausbildung/ auch bei größter Reizlage ist Gehorsam gewährleistet). Führigkeit darf jedoch nicht mit fehlender härte verwechselt werden. Ein harter Hund kann eben so führig sein, lernt jedoch langsamer.

Die Unterordnungsbereitschaft ist die Bereitschaft sich einem Ranghöheren Rudelmitglied (HF) unterzuordnen, nachdem man dessen Autorität erlebt, gelernt und respektiert hat.
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