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Was versteht man unter "Wesen"?
Definition:
Die Gesamtheit aller angeborenen und erworbenen körperlichen und seelischen Anlagen, Eigenschaften und Fähigkeiten, die das Verhalten zur Umwelt bestimmen, gestalten, und Regeln.
Kurz: Erbmasse und Prägung zusammen bestimmen das Wesen des Hundes. Sie ergeben das arttypische Verhalten eines jeden Lebewesens.
Fazit : Die Wesenseigenschaften zeichnen den Hundtyp aus.
Voraussetzung für einen Schutzhund ist ein gesundes Nervensystem, eine möglichst geringe Fluchtbereitschaft, eine gute Auffassungsgabe und das Gefühl innerer Stärke. Der unerschrockene, furchtlose, kampfesfreudige Hund mit erwünschter Schärfe, ausgeprägtem Geltungs- und Kampftrieb, kombiniert mit Schutztrieb ist der ideale Schutzhund. Ängstliche, feige, nervöse, überreizte, scheue und schreckhafte Hunde werden sich zur Ausbildung nicht eignen, diese Wesensschwächen sind auch durch eine noch so gute Erziehung nicht zu beseitigen. Sie sind ererbt wie Haarfarbe und Körperbau.
Neben den ererbten Wesenseigenschaften spielen die erlernten Wesenseigenschaften eine weitere entscheidende Rolle für die Schutzhundausbildung. Besonders großen Einfluß auf das Wesen unseres Hundes, haben wir in den Prägungsphasen. Diese beginnen für uns als Hundeführers mit der Übernahme des Hundes vom Züchter (Auswahl geeigneter Zuchttiere, verantwortungsvolle Aufzucht beim Züchter). Die Prägung ist ein eng begrenzter, zeitlich festgelegter Lernvorgang. Was in dieser Zeit nicht gelernt wird, kann zeitlebens nicht nachgeholt werden. Dafür wird das gelernte zeitlebens festgelegt.
Wesensschwäche: Muß nicht immer eine Ursache von Erbfehlern sein, sondern kann in Behandlungsfehlern bei der frühen Aufzucht liegen. (Behandlung durch den Züchter, z.B. vorenthalten von menschlichem Kontakt bei der Aufzucht).
Unter anderem haben wir Einfluß auf das Wesen des Hundes:
auf das künftige Verhältnis des Hundes zum Menschen
die Reaktionen auf verschiedene Umwelteinflüsse
seine geistige Leistungsfähigkeit
den Einsatz des Geruchssinnes
das Verhalten gegenüber toter Beute.
usw.
Bei allen Prägungsvorgängen müssen wir jedoch wissen in welchem Alter der Hund was lernen kann. Verpassen wir diese Möglichkeit also nicht!
Für den Aufbau des Schutzhundes sind in erster Linie die Triebveranlagungen von Bedeutung. Alle Triebe lassen sich auf die beiden Grundtriebe, den Selbsterhaltungstrieb und den Arterhaltungstrieb, zurückführen. Triebveranlagungen können durch Ausbildung positiv oder negativ verstärkt werden.
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